Impfung gegen Covid-19: Die Polizei hat “zwei Haupttypen von Bedrohungen” für die Impfstoffvorräte identifiziert

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Die Regierung will die Impfkampagne in Frankreich beschleunigen. Die Strafverfolgungsbehörden werden mobilisiert, um den Schutz der Impfstoffdosen zu gewährleisten.

Der Impfstoff sei “das flüssige Gold des Jahres 2020”, analysierte der Präsident von Interpol vor einigen Tagen und äußerte sich besorgt über einen “dramatischen Anstieg” der Kriminalität im Zusammenhang mit dem Beginn der Impfkampagnen.

Das erste Risiko liegt in Angriffen auf Konvois oder Lagerbestände. Seit Beginn der Impfkampagne in Frankreich eskortiert die Polizei Konvois und schützt Gebäude. “Es gibt zwei Hauptarten von Bedrohungen”, erklärt Lola Menahem, Sprecherin der nationalen Polizei: “Die erste ist mit der Ideologie verbunden, insbesondere mit Anti-Impf-Gruppen, die versuchen könnten, die Ware zu zerstören, um die Impfung zu verhindern, und eine weitere Bedrohung ist mit dem organisierten Verbrechen verbunden, das ständig auf der Suche nach Profiten ist. Wir kennen kriminelle Gruppen, die von der Kriminalpolizei überwacht werden.”

Angst vor Cyber-Attacken
Die andere Bedrohung, weniger greifbar, aber ebenso besorgniserregend, ist die von Cyber-Angriffen. Mehrere Organisationen, darunter auch die Europäische Arzneimittelagentur, wurden in den letzten Wochen ins Visier genommen. Diese Angriffe könnten die Impfung lokal verhindern: “Cyber-Angriffe können sehr konkrete Folgen haben, zum Beispiel auf ein Krankenhaus, da die meisten Systeme computerisiert sind. Es kann Gefriersysteme und Patientenakten betreffen…”

Was die Möglichkeit betrifft, dass gefälschte Impfstoffe unter dem Deckmantel, auf dem Schwarzmarkt oder im Darknet zirkulieren, hat die Polizei bisher nur sehr selten Meldungen erhalten, so Lola Menahem: “In Frankreich ist das Risiko rund um den Kauf von gefälschten Impfstoffen notwendigerweise geringer, da sich die Bürger sehr bewusst sind, dass Impfstoffe sehr strengen Standards entsprechen müssen. Es wird weniger wahrscheinlich sein, dass sie auf den Schwarzmarkt zurückgreifen.”

Bisher hat die Polizei keine nennenswerten kriminellen Aktivitäten im Zusammenhang mit Impfstoffen festgestellt. Aber je mehr Dosen im Umlauf sind, desto größer ist das Risiko. Die Behörden befürchten eine mögliche Zunahme von böswilligen Handlungen in den kommenden Wochen.


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