Lockdown: Nach der Pädagogik nun die Zeit für Sanktionen

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Der zweite Lockdown, der am Freitag, dem 30. Oktober, in Kraft trat, ist in den Augen der Regierung zu wenig respektiert worden. Nach einem bisher eher pädagogischen Ansatz beschloss das Innenministerium daher nun, die Polizeikontrollen zu verstärken.

Mittwoch, 11. November, in der Pariser Region ist der Lockdown nur schwer zu erkennen. Familien, Jogger oder Spaziergänger laufen oft ohne Zertifikat umher: “Ich habe es heute Morgen vergessen, was ist das für eine Geschichte, jedes Mal mit einem Papier aus dem Haus zu gehen”, fragt sich ein Spaziergänger. “Ich verheimliche nicht, dass ich oft mehrere vorher präparierte Ausgangsbescheinigungen bei mir trage, die ich im Fall von Kontrollen aus verschiedenen Taschen nehme”, gesteht ein Ortsansässiger.

Die Botschaft von Gérald Darmanin wurde gehört
Gérald Darmanin richtete daher am Montag, dem 9. November, einen Brief an die Präfekten und bat um Entschlossenheit bei der Durchsetzung des Lockdowns. Die Botschaft ist gehört worden, die Ordnungskräfte überwachen und verhängen Bußgelder. “Wir können es uns nicht länger leisten, einen pädagogischen Diskurs zu führen. Jeder, der ohne Attest und ohne legitimen Grund auf öffentlichen Straßen unterwegs ist, wird mit einer Geldstrafe belegt”, sagte Ludovic Viral, der Kommissar des 11. Arrondissements von Paris. Nach Angaben des Innenministeriums wurden 65.000 Strafen wegen Nichtbeachtung der Regeln während des zweiten Lockdowns verhängt.


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