Regierung will den Gesundheitspass trotz Stellungnahme des Verfassungsrates in bestimmten Einkaufszentren beibehalten

135

In einigen großen Einkaufszentren wird je nach Lage des Einzugsgebiets möglicherweise keine Verpflichtung für den Gesundheitspass.

Ein Balanceakt für die Exekutive. Die Regierung will die Pflicht zur Vorlage eines Gesundheitspasses in bestimmten Einkaufszentren beibehalten und dabei gleichzeitig versuchen, die Meinung des Staatsrates zu berücksichtigen, der der Meinung ist, dass der Zugang zu grundlegenden Gütern gewährleistet sein muss, teilte am Montag, den 19. Juli der Regierungssprecher Gabriel Attal mit.

Die Exekutive hatte am Sonntag vorgeschlagen, die Pflicht zur Vorlage eines Gesundheitspasses ab Anfang August auf Einkaufszentren mit mehr als 20.000 m2 zu beschränken. In seiner am Montag abgegebenen Stellungnahme betonte der Staatsrat jedoch, dass die Vorlage eines Gesundheitspasses auch in diesen Zentren “den Erwerb lebensnotwendiger Güter, insbesondere von Lebensmitteln, betreffen kann”.

Das Verfassungsgericht sieht darin jedoch einen “unverhältnismäßigen Eingriff in die Freiheitsrechte”, insbesondere für Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können und die sich daher “sehr regelmäßig testen” lassen müssen, um Zugang zu diesen Zentren zu erhalten. Am Ende des Ministerrats am Montagabend verkündete Gabriel Attal, dass “beschlossen wurde, den Wortlaut dieser Maßnahme im Gesetzentwurf der Regierung entsprechend anzupassen”.

Die konkrete Anwendung soll verfeinert werden
“Konkret sieht der Artikel des Gesetzentwurfs in der Tat die Ausweitung des Gesundheitspasses für Einkaufszentren vor, deren Fläche einen Schwellenwert überschreitet, der per Dekret festgelegt wird”, gab Gabriel Attal an und präzisierte, dass dies in der Praxis Zentren mit mehr als 20.000 m2 betreffen soll.

Wenn es in der Praxis “in einer Region Geschäfte gibt, die nicht im Einkaufszentrum liegen, die aber den Kauf von Grundbedürfnissen, Lebensmitteln oder pharmazeutischen Produkten ermöglichen würden, dann könnte der Gesundheitspass im Einkaufszentrum dieses Einzugsgebiets angewendet werden”, gab er an. Aber wenn “wir den Zugang zu lebenswichtigen Gütern nur in einem großen Einkaufszentrum garantieren können, wird der Gesundheitspass in diesem Einkaufszentrum nicht verwendet werden”, fügte Gabriel Attal hinzu.


Du möchtest immer die neuesten Nachrichten aus Frankreich?
Abonniere doch unseren Newsletter!





Ein exklusives Angebot für unsere Leser.
Weil du es uns wert bist!

Tipp der Redaktion