Rund 60.000 Fahrkarten wurden seit Montag für den zweijährigen Testbetrieb der SNCF mit preiswerten Bummelzügen zwischen Paris und Lyon sowie Paris und Nantes verkauft.
Die Strecke Paris-Nantes bietet drei tägliche Hin- und Rückfahrten mit einer Reisezeit zwischen 3 Stunden 30 Minuten und 4 Stunden 15, gegenüber 2 Stunden 20 mit dem TGV. Auf der Strecke Paris-Lyon gibt es ab sofort zwei tägliche Hin- und Rückfahrten mit einer Fahrzeit zwischen 4 Stunden 45 und 5 Stunden 15, gegenüber zwei Stunden mit dem TGV.
Die Fahrkarten kosten zwischen 10 und 30 Euro – und nur 5 Euro für Kinder unter 12 Jahren – und werden als besonders preisgünstige Alternative zu den TGV-Zügen angeboten.
Zehntausende von Fahrkarten wurden bereits verkauft, weil Reisende, die Zeit haben, von den niedrigen Preisen profitieren wollen. Das zeigt deutlich, dass es viele Menschen gibt, die gerne etwas mehr Zeit in Kauf nehmen, um von A nach B zu kommen.
Die SNCF hat angekündigt, dass das Angebot zunächst zwei Jahre lang getestet werden soll.
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Als Gegenleistung für die Möglichkeit, die französische Landschaft länger und ruhiger genießen zu können, müssen die Fahrgäste in älteren Corail-Zügen reisen, die aus den 1980er Jahren stammen. Sie haben einen frischen rosa Anstrich erhalten und wurden innen aufgemöbelt, aber nicht wirklich modernisiert. Das bedeutet auch, dass es kaum Steckdosen und kein WLAN gibt, so dass die Züge für Berufspendler oder Geschäftsreisende wahrscheinlich nicht das ideale Verkehrsmittel sind. Wer hingegen wenig Geld und mehr Zeit zur Verfügung hat, für den ist das neue Angebot mit Sicherheit sehr attraktiv.
Die Tochtergesellschaft der SNCF, die das neue Projekt betreibt, hat versprochen, die Inneneinrichtung der Züge zu erneuern, wenn sich der Service als erfolgreich erweist.
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