Anschlag von Rambouillet: Ein erst kürzlich radikalisierter Terrorist, der an psychischen Störungen litt

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Jamel Gorchane: Der Attentäter von Rambouillet litt wahrscheinlich unter starken Depressionen.

Die Ermittler fanden im Telefon von Jamel Gorchane, dem Mörder einer Polizistin in Rambouillet (Yvelines), religiöse Lieder, die den Dschihad verherrlichen und die er vor seiner Tat gehört haben soll.

Der Angreifer, der am Freitag, 23. April in Rambouillet (Yvelines) eine Polizistin tötete, war den Nachrichtendiensten bisher unbekannt. Jamel Gorchane, 36, scheinte sich nicht zu einer terroristischen Gruppe bekannt zu haben, aber er hatte bereits Anzeichen einer Radikalisierung gezeigt. In seinem Mobiltelefon entdeckten die Ermittler Videos mit religiösen Liedern, die den Märtyrertod und den Dschihad verherrlichen und die er vor der Tat gehört haben soll. Fast täglich postete er religiöse Inhalte in seinen sozialen Netzwerken und folgte radikalen Predigern.

Eine depressive Episode
Nach den Anschlägen 2015 postete er in sozialen Netzwerken eine französische Flagge, um die Opfer zu unterstützen. Im Oktober 2020 dann der Richtungswechsel: Nach dem Mord an Samuel Paty veröffentlicht er in den sozialen Netzwerken ein Bild, das zum Respekt vor dem Propheten Mohammed aufruft und die Muslime auffordert, “auf die Übergriffe Frankreichs und Macrons zu reagieren”. Sein Vater, der sich derzeit in Polizeigewahrsam befindet, erwähnte eine depressive Phase. Der Attentäter soll zweimal einen Psychiater aufgesucht haben. Hatte er einen Auftraggeber? Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen.

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