Coronavirus: Die Impfkampagne nimmt Gestalt an

177

Am Montag, dem 30. November, wird die Hohe Gesundheitsbehörde ihre Leitlinien für die Impfkampagne gegen Covid-19 in Frankreich bekannt geben. Ein komplexes Dossier, das die Zweifel der Bevölkerung noch verstärkt.

Impfstoffe gegen Covid-19 werden zunächst in kleinen Mengen eintreffen. 15% der von der Europäischen Union gekauften Dosen werden an Frankreich gehen. Diese Impfstoffe sollten vorrangig für die 650.000 Einwohner von Alters- und Pflegeheimen bestimmt sein. Der am weitesten entwickelte Impfstoff kann nur bei sehr niedrigen Temperaturen gelagert werden. Wird also diese Fragilität den Transport auf dem nationalen Territorium einschränken und eine Zentralisierung der Impfung in den Krankenhäusern erzwingen? Nach Ansicht von Pascal Champvert, Präsident der Association des directeurs au service des personnes âgées (Adpa), wäre es ein Fehler: “Es macht keinen Sinn, gebrechliche ältere Menschen, zur impfung in Krankenhäuser zu transportieren. Es ist notwendig, die Kapazitäten der Altersheime oder der Heimdienste zu mobilisieren, damit ihnen der Impfstoff verabreicht werden kann, wo sie leben”.

Macron: “kein Platz für Fehler”.
In einer zweiten Phase der Impfkampagne soll die zu impfende Bevölkerungsgruppe erweitert werden. In einem Kontext des Misstrauens gegenüber den Impfstoffen will Emmanuel Macron ein Kollektiv von Bürgern schaffen, das die Impfkampagne überwachen soll. Sie werden nach dem Vorbild der Klimakonvention aus der Bevölkerung ausgelost. “Der Präsident will ein Kollektiv schaffen, weil er weiß, dass ein sehr hohes Maß an Misstrauen gegenüber seiner Regierung besteht”, sagt Aurélien Taché. “Er kann sich keinen Fehler leisten”, sagte der Abgeordnete Val-d’Oise am Sonntag, 29. November, auf Franceinfo.


Du möchtest immer die neuesten Nachrichten aus Frankreich?
Abonniere doch unseren Newsletter!