Covid-19: Müssen wir uns über die neue bretonische Variante Sorgen machen?

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Die Generaldirektion für Gesundheit alarmierte am Montag, 15. März, dass eine neue Covid-Variante im Krankenhaus von Lannion, in den Cotes d’Armor, entdeckt wurde.

Eine neue Variante von covid-19 wurde im Krankenhaus von Lannion, in der Côtes d’Armor, entdeckt, alarmiert diesen Montag, 15. März, die Generaldirektion für Gesundheit (DGS) in einer Erklärung. Weitere Untersuchungen laufen, und die Variante wurde von den Gesundheitsbehörden als “unter Überwachung” eingestuft.

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Tipp der Redaktion

Ein Cluster im Krankenhaus von Lannion
Am 13. März wurden 79 Fälle von Covid-19 identifiziert, darunter 8 Fälle der neuen sogenannten bretonischen Variante, was durch Sequenzierung bestätigt wurden. Durch Analysen des Pasteur-Instituts konnte diese neue Variante identifiziert werden, “die neun Mutationen in der Region, die für das S-Protein kodiert, aber auch in anderen viralen Regionen trägt”, so die DGS.

Nicht nachweisbar durch PCR-Tests?
Wenn die bretonische Variante von der DGS als Variante “unter Beobachtung” eingestuft wurde, dann vor allem deshalb, weil sie mit PCR-Tests nur schwer zu erkennen ist. In der Tat wurden im Krankenhaus von Lannion mehrere Patienten, die typische Symptome von Covid aufwiesen, negativ getestet. Erst nach der Durchführung neuer Tests “mit Serologie oder RT-PCR an tiefen Atemwegsproben” konnte deren Covid-19-Ansteckungen festgestellt werden. Das könnte dazu führen, dass sich das mutierte Virus leichter ausbreitet, insbesondere durch asymptomatische Personen.

Keine schwereren Erkrankungen nach ersten Analysen
Während weitere Untersuchungen noch im Gange sind, deuten erste Tests “nicht auf eine erhöhte Schwere oder Übertragbarkeit” im Vergleich zum ursprünglichen Virus hin. Auf einer Pressekonferenz am Dienstag, dem 16. März, wies die ARS Bretagne jedoch darauf hin, dass diese Daten mit Vorsicht zu genießen sind: Da diese Variante schwieriger zu erkennen ist, “ist es schwierig, ihren Schweregrad und ihre Übertragbarkeit” innerhalb der Bevölkerung zu definieren.

Was die Wirksamkeit von Impfstoffen bei dieser bretonischen Variante betrifft, “werden ebenfalls Versuche stattfinden”, heißt es in der DGS-Pressemitteilung.

Verstärkung der Überwachungsmaßnahmen
Während eines Pressegesprächs am Dienstagmittag kündigte Stéphane Mulliez, Direktor der ARS Bretagne, die Verstärkung der “Kontaktnachverfolgung” an, des Systems zur Suche nach Personen, die wahrscheinlich mit infizierten Personen in Kontakt waren. Dieser Prozess wird auf wahrscheinliche Fälle der  bretonischen Variante ausgeweitet, d. h. auf alle Personen, die möglicherweise mit einem bestätigten Fall in Kontakt waren. Auch bei wahrscheinlichen Fällen, d. h. bei Personen, die Symptome aufweisen, die auf Covid-19 hindeuten, wird eine Kontaktsuche durchgeführt.

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