Tag & Nacht


In mehreren EDF-Atomkraftwerken wurden Risse in den Rohrleitungen festgestellt.

In der 23h-Sendung von Franceinfo am Donnerstag, dem 21. April, berichtet die Journalistin Aurélie Schiller, dass seit mehreren Monaten „Risse in den Rohrleitungen mehrerer Reaktoren“ des französischen Stromerzeugers EDF festgestellt worden seien. „Bei Kontrollen wurden bereits Risse an fünf Reaktoren festgestellt, mindestens vier weitere Reaktoren könnten betroffen sein. Das AKW Chooz (Ardennen) zum Beispiel ist mindestens bis Dezember abgeschaltet. Ein zusätzliches Gutachten soll die genaue Art der Defekte und ihre Schwere bestimmen“, berichtet die Journalistin.

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„EDF will beruhigen“
Die Journalistin befürchtet, dass „alle Anlagen des französischen Atomparks betroffen sein könnten und von den drei Reaktorfamilien sind es die 900-Megawatt-Reaktoren, die die EDF besonders beunruhigen“. Dies sind 32 der insgesamt 56 französischen Reaktoren. Die Journalistin Aurélie Schiller erinnert an den 4. April, als während des plötzlichen Temperatursturzes 25 Reaktoren wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet waren. Die EDF musste sich aus anderen Ländern mit Strom versorgen und forderte die Franzosen auf, ihren Verbrauch zu senken. „Heute gibt sich die EDF beruhigend. Das Problem sei unter Kontrolle und habe keine Auswirkungen auf die Energie-Sicherheit des Landes“, so die Journalistin.



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