Tag & Nacht

Gabriel Attal hat bei einer Pressekonferenz am 20. Juni die Franzosen dazu aufgerufen, ihn bereits im ersten Wahlgang der bevorstehenden Parlamentswahlen am 30. Juni als Premierminister zu wählen. Mit den Worten „Es ist das erste Mal seit mehr als fünfundzwanzig Jahren, dass die Franzosen einen Premierminister wählen“ betonte Attal die historische Bedeutung dieser Wahl.

Eine neue Ära der Macht

Attal stellte klar, dass diese Wahl einen Wendepunkt in der französischen Politik darstellt. „Natürlich wird es ein Davor und ein Danach geben“, sagte er und fügte hinzu, dass das Ergebnis dieser Wahl die Praxis der Macht und das Gleichgewicht der Institutionen grundlegend verändern werde. Diese Aussagen unterstreichen die Bedeutung des politischen Moments und seine potenziellen langfristigen Auswirkungen auf das Regierungsgefüge Frankreichs.

Ein persönlicher Appell

Der Premierminister erinnerte daran, dass er am 9. Januar vom Präsidenten der Republik ernannt wurde und nun das Mandat der Bevölkerung für seine Amtszeit anstrebt. „Am 30. Juni möchte ich, dass die Franzosen mich wählen“, sagte er. Er forderte die Wähler auf, ihre Stimmen nicht zu verschenken und stattdessen das Regierungs-Lager „Ensemble pour la République“ zu unterstützen. Er betonte, dass dies die beste Möglichkeit sei, extremistische Kräfte zu bekämpfen.

Klarheit in der Wahl

Gabriel Attal hob hervor, dass das Ergebnis der Wahl nicht die Präsidentschaft, sondern die Führung des Premierministeramts und die Zusammensetzung der Regierung betrifft. „Unabhängig vom Wahlergebnis bleibt der Präsident der Republik bis 2027 im Amt. Das Ergebnis dieser Wahl entscheidet, wer Premierminister wird, wer regiert, mit welcher Regierung und welcher Mehrheit“, erklärte er.

Attal präsentierte den Wählern eine klare Wahl: „Auf der einen Seite haben Sie Jordan Bardella mit der Allianz des Rassemblement National und Konsorten, auf der anderen Seite Jean-Luc Mélenchon mit der Allianz La France Insoumise und Konsorten. Und dann gibt es die Kandidaten von Ensemble pour la République, hinter mir.“

Ein Blick in die Zukunft

Diese Pressekonferenz markiert einen entscheidenden Moment im Wahlkampf, da Attal nicht nur seine politische Agenda, sondern auch seine Vision für die Zukunft Frankreichs darlegte. Ob die Wähler diesem Aufruf folgen und ihn zum Premierminister wählen werden, bleibt abzuwarten.

Diese Wahl könnte jedoch den politischen Kurs des Landes entscheidend beeinflussen – und das schon im ersten Wahlgang. Werden die Franzosen aber die Möglichkeit ergreifen, eine klare Richtung einzuschlagen? Der Wahlabend wird es zeigen.


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