Gesundheitspass: Olivier Véran kündigt Erleichterungen an

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Gesundheitsminister Olivier Véran kündigt Erleichterungen für ungeimpfte Personen beim Gesundheitspass an.

Der Gesundheitsminister kündigt in “Le Parisien” an, dass ein “negativer Test für nicht geimpfte Personen jetzt 72 Stunden und nicht nur 48 Stunden lang gültig sein wird”.

Während die Demonstrationen gegen den Gesundheitspass das vierte Wochenende in Folge andauern, gab der Gesundheitsminister am Sonntag bekannt, dass die Anwendung des Passes flexibler gestaltet wurde. Von nun an gilt “ein negativer Test für nicht geimpfte Personen für 72 Stunden und nicht mehr nur für 48 Stunden”, erklärte Olivier Véran in einem Interview mit Le Parisien.

Eine weitere Erleichterung: “Zusätzlich zu den Antigen- und PCR-Tests wird es möglich sein, Selbsttests unter Aufsicht eines Arztes durchzuführen. Auch sie sind 72 Stunden lang gültig. Für den Besuch bei einem Allgemeinmediziner ist der Gesundheitspass nicht erforderlich, so der Minister weiter. In Krankenhäusern wird er jedoch erforderlich sein, darf aber auf keinen Fall ein Hindernis für den Zugang zu nützlicher und dringender Pflege sein”.

Olivier Véran ist ebenfalls zuversichtlich, dass das Ziel von 50 Millionen Erstimpfungen bis Ende August erreicht werden kann. “Wir führen derzeit zwischen 300.000 und 400.000 Erstinjektionen pro Tag durch und sind bereits bei über 44 Millionen. Wir erwarten Mitte August einen Rückgang, aber das Ziel von 50 Millionen Erstimpfungen bis Ende des Monats, d. h. mehr als 85% der 58 Millionen Franzosen, die geimpft werden können, sollte erreicht werden”.

Verteidigungsrat für Gesundheitsschutz tagt am Mittwoch
Olivier Véran ist der Ansicht, dass der Gesundheitspass und die Fortschritte bei der Impfung weitere Ausgangssperren und Einschränkungen wie in den überseeischen Departements vermeiden sollten. Dort ist die Situation aufgrund der geringen Durchimpfungsrate “mehr als besorgniserregend”. “Wir werden wahrscheinlich Gesundheitspersonal aus dem französischen Mutterland entsenden müssen, um Leben zu retten. Das ist der Punkt, an dem wir stehen”, sagte er. Auf dem französischen Festland “müssen wir bestimmte Eingriffe verschieben, das Personal aus dem Urlaub zurückrufen und alle verfügbaren Intensivbetten in den am stärksten betroffenen südlichen Departements dringend wieder öffnen“. Die Verlegung von Patienten in andere Regionen wird ebenfalls vorbereitet.

Schließlich wird am Mittwoch ein Rat für Gesundheitsschutz per Videokonferenz abgehalten. Die Injektion einer dritten Impfstoffdosis für die am stärksten gefährdeten Personen soll erörtert werden.


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