Impfung gegen Covid-19: In zwei Monaten hat sich das öffentliche Misstrauen gelegt

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Inzwischen sind über 60% der Franzosen einverstanden, sich impfen zu lassen.

Die Akzeptanz der Covid-19-Impfung hat sich in Frankreich durchgesetzt. Innerhalb von zwei Monaten ist die Bereitschaft zur Impfung um fast die Hälfte gestiegen: 61% der Franzosen stimmen laut einer Umfrage nun einer Injektion zu.

Die Idee, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, setzt sich allmählich in den Köpfen der Franzosen durch. Innerhalb von zwei Monaten ist die Bereitschaft, sich impfen zu lassen, um fast die Hälfte gestiegen: 61 % der Franzosen stimmen jetzt der Injektion zu, so eine Umfrage von Odoxa-Backbone Consulting für Le Figaro und France Info. Anfang Februar äußerten nur 41,5 % der Franzosen den klaren Wunsch, geimpft zu werden. Die Impfakzeptanz nimmt von Tag zu Tag zu. Dies lässt sich insbesondere dadurch erklären, dass in diesen beiden Monaten “ein nicht zu vernachlässigender Anteil der Bevölkerung seine erste Injektion erhalten hat”, stellt der Präsident von Odoxa, Gaël Sliman, fest. In Zahlen ausgedrückt entspricht dies fast vier Millionen injizierten Dosen. Aber die Ansichten sind je nach Altersgruppe immer noch recht unterschiedlich. Die Älteren sind stärker gefährdet, vor allem die über 65-Jährigen. Von ihnen wollen 77% geimpft werden, im Vergleich zu nur 43% der 25- bis 34-Jährigen.

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Tipp der Redaktion

Insgesamt scheint das Misstrauen gegenüber dem Impfstoff jedoch allmählich zu schwinden. Auf der anderen Seite nimmt das Misstrauen gegenüber der Regierung nicht ab. Auch nach dieser Studie glauben drei Viertel der Franzosen, dass die Impfstrategie weder “klar” (74%) noch “effektiv” (72%) ist. Der verzögerte Start der Impfkampagne, Probleme bei der Auslieferung bestimmter Dosen und Schwierigkeiten bei der Terminvergabe haben das Image der Regierung geschädigt. 68% der Befragten waren der Meinung, dass die Maßnahmen der Regierung “nicht vertrauenserweckend” sind, “nicht konsequent” sind (71%) und “nicht in einem ausreichenden Tempo durchgeführt werden” (79%). Und drei Viertel der Befragten meinen, es sei unmöglich, dass Emmanuel Macron sein Versprechen einhält, “alle französischen Erwachsenen, die sich impfen lassen wollen, bis zum Ende des Sommers” zu impfen.

Während einige Länder den Impfpass bereits für den Zugang zu Sporthallen und Schwimmbädern eingeführt haben – so in Israel – stößt die Idee in Frankreich nicht auf Gegenliebe in der Bevölkerung. Die Franzosen sind viel zurückhaltender, wenn es darum geht, ein Dokument vorzulegen, das eine Impfung bescheinigt, wenn man ein Restaurant oder eine kulturelle Einrichtung besucht. 57% sind dagegen, 42% sind dafür. Auf der anderen Seite sind fast 6 von 10 (59%) für den Impfpass für den Zugang zum französischen Staatsgebiet.


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