Tag & Nacht

Französische Telefonanbieter werden in den nächsten Wochen möglicherweise die Tarife erhöhen: Schuld daran sind die steigenden Kosten, sagen die Unternehmen.

Die Inflation und die steigenden Betriebskosten der französischen Telefonanbieter werden im Jahr 2023 zu höheren Rechnungen für die Kunden führen. Die Preise der Pauschaltarife für neue Nutzer aber auch für Personen, die bereits einen Mobilfunk- und/oder Internetvertrag besitzen, könnten sich somit in den nächsten Monaten ändern.

Schon bisher sind die Preise für Handytarife mit mehr als 10 Gigabyte Datenvolumen innerhalb eines Jahres bereits um 20% gestiegen: Der Durchschnittspreis stieg von 16 auf 19,17 Euro. Der Anstieg in 2023 wird je nach den verschiedenen Anbietern und Paketen von einigen Dutzend Cent bis zu mehreren Euro reichen.

Unabhängig von Angebot und Tarif müssen die Anbieter die Kunden allerdings im Voraus über eine Erhöhung informieren.

Der Anbieter Bouygues hat seinen Kunden bereits mitgeteilt, dass bei vielen Tarifen eine Erhöhung ansteht. Das preisgünstige Paket B&You wird um einen Euro teurer, und das Paket Bbox für 41,99 Euro wird auf 43,99 Euro steigen, also zwei Euro teurer werden.

Beim Anbieter SFR wird die Erhöhung ab Februar je nach Paket zwischen 0,69 und 0,99 Euro pro Monat liegen. Der Betreiber begnügte sich mit einer Beilage zu der Januar-Rechnung, um die Neuigkeit anzukündigen, ohne Erinnerung per E-Mail oder SMS. Das könnte der gesetzlichen Informationspflicht gegenüber den Kunden nicht genügen.

Der Telefonanbieter Orange wird ebenfalls Erhöhungen der meisten seiner Mobilfunk- und Festnetzpakete um 1 und 2 Euro ankündigen, allerdings mit einer kleinen Verzögerung: März oder April je nach Abonnement. Das Grundabonnement mit Sozialrabatt soll jedoch nicht erhöht werden, und der Vorzugstarif für Personen mit geringem Einkommen soll sogar sinken.

Im Gegensatz zu den anderen Anbietern wird Free die Preise für seine 2-Euro- und 19,99-Euro-Abonnements in den nächsten Jahren nicht ändern, was den Regeln entspricht, die sich der Konzern selbst auferlegt hat.

Normalerweise können Kunden solche Preisänderungen, die nach L. 224-33 des französischen Verbraucherschutzgesetzes zulässig sind, nicht anfechten, außer bei ganz bestimmten Vertragsbedingungen. Eine genaue Prüfung der Bedingungen, die im jeweiligen Vertrag angegeben sind, ist angeraten. Kunden haben vier Monate Zeit, um ihr Abonnement kostenlos zu kündigen: Wem die Preiserhöhung nicht passt, kann also versuchen, ein günstigeres Abonnement bei einem anderen Anbieter zu finden.


Du möchtest immer die neuesten Nachrichten aus Frankreich?
Abonniere einfach den Newsletter unserer Chefredaktion!