Ausgangssperre: “Der Trend geht leider nicht dahin, Einschränkungen zu lockern”, beklagt Gabriel Attal

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Regierungssprecher Gabriel Attal sieht aktuell noch keine Möglichkeit für Lockerungen, da die Zahlen nicht eindeutig sind.

Der Regierungssprecher war am Sonntag, 21. Februar, zu Gast bei RTL. Während Emmanuel Macron noch am vergangenen Freitag eine Lockerung der Auflagen nicht ausschloss, zeigte sich Gabriel Attal pessimistischer. In den kommenden Stunden sollen in den Alpes-Maritimes neue und strengere Maßnahmen angekündigt werden.

Das ist die Frage, die sich seit einigen Tagen jeder stellt: Bewegen wir uns auf eine Reduzierung oder eine Verschärfung der gesundheitlichen Einschränkungen zu? Am Freitag, dem 19. Februar, hat Emmanuel Macron noch gezögert. Während einer Videokonferenz mit Abgeordneten des Parlaments sagte der Staatschef, er werde sich ein bis zwei Wochen Zeit nehmen, um zu entscheiden, ob er lockern könne oder verschärfen müsse.

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Schließlich gab Gabriel Attal eine Antwort auf diese Fragen. Der Regierungssprecher, der am Sonntag, 21. Februar, zu Gast bei RTL war, sagte, dass der Trend “nicht gut ist” und dass es “leider nicht darum geht, Einschränkungen und Zwänge zu lockern”.

“Ich bin der Erste, der es bedauert”, versicherte er und fuhr fort: “Was wir in den letzten 2-3 Tagen gesehen haben, ist, dass die Ansteckungszahlen nach oben gehen” – auch wenn die Zahlen der Krankenhauseinweisungen von Covid-19-Patienten nach unten zeigen. Es ist eine schwierige Situation, die auf nationaler Ebene extrem fragil ist. Ein Trend, der durch die Situation in den Alpes-Maritimes illustriert wird, die Gesundheitsminister Olivier Véran an diesem Samstag besuchte.

Kritische Situation in den Alpes-Maritimes
Der Gesundheitsminister hat “eine noch schärfere Ausgangssperre, vielleicht einen teilweisen oder sogar einen vollständigen Lockdown” in Erwägung gezogen. Die Entscheidung wird innerhalb weniger Stunden erwartet. Die Situation ist in der Tat kritisch in dem Departement, wo die Inzidenzrate explodiert: Am Samstag, 20. Februar, gab es 567 Fälle pro 100.000 Einwohner. In der Metropole Nizza erreicht sie sogar 751 Fälle pro 100.000 Einwohner.

Während früher immer über einen nationalen Lockdown gesprochen wurde, könnte nun auch die Strategie eines lokalen Lockdowns angewendet werden. Es muss allerdings auch gesagt werden, dass die Situation noch nie so vielschichtig war: In einigen Departements haben Ausgangssperren sehr positive Auswirkungen gehabt und die Inzidenzrate erheblich gesenkt. So gibt es beispielsweise im Finistère nur 48 Fälle pro 100 000 Einwohner, zwölfmal weniger als in den Alpes-Maritimes.

Die Situation auf lokaler Ebene ist also von der auf nationaler Ebene zu unterscheiden, was das Ganze aber noch viel unübersichtlicher macht. Noch am vergangenen Freitag sagte derselbe Gabriel Attal, der heute jede Lockerung ausschließt, auf France2, dass “wir hoffen können, dass wir in den nächsten Wochen beginnen könnten, die Beschränkungen zu lockern”.

Die Statistiken der Epidemie waren in den letzten Tagen recht widersprüchlich, was es besonders schwierig macht, Entscheidungen zu treffen. Der Durchschnitt der letzten sieben Tage der Anzahl der neuen Fälle ist nacheinander gestiegen und gefallen. In der vergangenen Woche wurden in Frankreich durchschnittlich 19.217 Fälle pro Tag registriert.

Schließlich könnte die Regierung angesichts des Dilemmas, ob sie die Gesundheitsmaßnahmen auf nationaler Ebene reduzieren oder erhöhen soll, den Status quo bevorzugen.


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