Bars, Cafés und Restaurants: Regierung gibt ein Zeitfenster für ihre Wiedereröffnung

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Jean Castex kündigt eine mögliche Öffnung von Gastrobetrieben für Mai an - wenn die gefährdetsten Bevölkerungsgruppen geimpft sind.

Am Freitag trafen sich Vertreter der französischen Gastronomie und Hotellerie mit dem Regierungschef und einigen Ministern. Alle erwarteten einen Termin für die Wiedereröffnung ihrer Einrichtungen. Aber die politischen Behörden haben darauf hingewiesen, dass zuvor und in erster Linie die am meisten gefährdeten Bevölkerungsgruppen geimpft werden sollten.

Seit mehr als vier Monaten sind die Türen zu: Seit dem 29. Oktober müssen die rund 210.000 Gastronomiebetriebe Frankreichs geschlossenen bleiben. An diesem Freitag, dem 5. März, trafen sich eine Reihe von Café-, Restaurant- und Bar-Managern, unterstützt von etwa vierzig Abgeordneten, mit Premierminister Jean Castex, Elisabeth Borne (Arbeitsministerin), Alain Griset (Minister für kleine und mittlere Unternehmen) und Jean-Baptiste Lemoine (Minister für Tourismus).

Bei den Vertretern der Branche waren die Erwartungen hoch. Sie präsentierten einen Plan für eine schrittweise Wiedereröffnung, der in drei verschiedene Phasen unterteilt wurde, von März 2021 bis Juni. Die Fachleute rechneten auch mit finanzieller Unterstützung durch die Regierung, bis sich die Situation wieder normalisiert hatte.

Eine Wiedereröffnung zwischen Mitte April und Mitte Mai?
Jedoch, wie Gesundheitsminister Olivier Véran weigerte sich auch Regierungschef Jean Castex, einen Wiedereröffnungstermin zu kommunizieren. Der Premierminister hat allerdings neue Eckpunkte für eine mögliche Wiedereröffnung der gastronomischen Einrichtungen genannt: “Er hat angedeutet, dass der Schlüssel die Impfung der gesamten gefährdeten französischen Bevölkerung ist, was zwischen Mitte April und Mitte Mai geschehen sein sollte“, sagt Jean-Virgile Crance, Präsident des Groupement des chaînes hôtelières zu der Zeitung Ouest-France.

Die Strategie der Behörden besteht darin, zuvor die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu impfen (die älteste Bevölkerung und Menschen, die an Vorerkrankungen leiden), bevor Kultur- und Gastronomieeinrichtungen wieder geöffnet werden. In Frankreich haben nach den neuesten Zahlen von Santé Publique France mehr als 83,3% der Bewohner von Alters- und Pflegeheimen mindestens eine Dosis des Impfstoffs erhalten. 60% der Bewohner haben bereits zwei Dosen erhalten. Bei Menschen über 75 Jahren ist bereits ein Drittel der Bevölkerung im Land geimpft.

Finanzielle Unterstützung
Der Regierungschef kündigte eine erneute Zusage des Staates zur nachhaltigen finanziellen Unterstützung des Sektors an: Er wird die Kosten für Kurzarbeit von Hotel- und Restaurantfachleuten übernehmen, zumindest bis Ende Juni.

Dieses Treffen folgte auf eine Sitzung des Verteidigungsrates am Mittwoch, dem 3. März, die der Wiedereröffnung bisher geschlossener öffentlicher Orte gewidmet war: Es ging um Restaurants, Sporthallen und kulturelle Einrichtungen wie Theater, Kinos und Museen. Bei dieser Gelegenheit wurde der “Gesundheitspass” diskutiert, der es ermöglichen soll, zu gegebener Zeit an Orte zurückzukehren, die jetzt geschlossen sind, ohne die gesundheitliche Situation zu gefährden. Auch die Einführung von QR-Codes in Restaurants wird untersucht.


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