Coronavirus in Lille: Krankenhäuser müssen mit einem Zustrom von Patienten rechnen

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Die regionale Gesundheitsbehörde möchte, dass innerhalb von 48 Stunden etwa hundert zusätzliche Betten auf den Intensivstationen zur Verfügung gestellt werden.

Im Norden und im Großraum Lille ist die Zahl der Coronavirus-Kontaminationen stark angestiegen.
Allein in Lille ist die Inzidenzrate doppelt so hoch wie der nationale Durchschnitt.
Um einem Zustrom von Covid-Patienten in den kommenden Tagen vorzubereiten, fordert die ARS die Krankenhäuser auf, hundert Betten auf der Intensivstation bereit zu stellen.

Das Virus ist auf dem Vormarsch. An diesem Mittwoch warnte die regionale Gesundheitsbehörde Hauts-de-France (ARS) die Krankenhäuser in der Region, sich so schnell wie möglich auf einen Zustrom von Covid-19-Patienten vorzubereiten, der in den kommenden Tagen erwartet wird. Insbesondere werden sie aufgefordert, die Bettenkapazität der Intensivstationen zu erhöhen.

Dies ist laut der Behörde notwendig, da die Inzidenzrate der mit dem Coronavirus verseuchten Menschen in der Region Hauts-de-France weiter steigt. Obwohl sie in allen Departements stark ansteigt, ist immer noch der Norden am stärksten betroffen, mit einer Inzidenzrate, die innerhalb von sieben Tagen von 315 auf 483 angestiegen ist. Und im Norden ist es die europäische Metropole Lille, die mit einer Inzidenzrate von 675 Fällen pro 100.000 Einwohner, was fast dem Doppelten des nationalen Durchschnitts entspricht, die Zähler explodieren lässt.

Einhundert neue Reanimationsbetten sollen innerhalb von 48 Stunden bereitgestellt werden
Neben dem Anstieg der Fallzahlen weist die ARS auch auf die dramatische Zunahme schwerer Formen von Covid-19 hin. Zwischen Mitte September und 19. Oktober stieg die Zahl der auf der Intensivstation stationär behandelten Personen auf regionaler Ebene von 41 auf 228. Die Behörde betont auch, dass die gegenwärtige Dynamik des raschen Anstiegs der Zahl der kontaminierten Personen sich auch rasch in einer Zunahme der Patienten niederschlagen wird, die ein intensives Pflegemanagement benötigen.

Die ARS hofft, dass innerhalb von 48 Stunden fast hundert zusätzliche Betten auf den Intensivstationen der verschiedenen Krankenhäuser in Hauts-de-France frei werden. Um dies zu erreichen, müssen die Einrichtungen nicht notwendige Interventionen sofort verschieben und zu einem späteren Zeitpunkt neu planen. “Mit dieser Maßnahme soll dem Zustrom von Covid-19-Patienten in den kommenden Tagen vorgegriffen werden”, betont die regionale Gesundheitsbehörde.


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