Covid-19: 5 Fragen zur den künftigen Vaccinodromen

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Wie hier in Saint Quentin en Yvelines sollen in den kommenden Tage in ganz Frankreich Massenimpfzentren entstehen, um die Menge der im April erwarteten Impfdosen so schnell wie möglich zu verimpfen.

Emmanuel Macron kündigte am Dienstag in Valenciennes an, die Impfung in Frankreich zu beschleunigen, auch an Wochenenden und Feiertagen. In den kommenden Tagen werden in ganz Frankreich riesige Impfzentren in Betrieb genommen.

Lange zögerte die Regierung mit der Einrichtung von großen Massenimpfzentren für die Impfkampagne in Frankreich, nun hat sie endlich beschlossen, diese in den kommenden Tagen massenhaft im Land einzusetzen. Das Ziel ist es, langfristig “ein bis zwei pro Departement” zu haben, meldete das Gesundheitsministerium gestern, also zwischen 100 und 200 im ganzen Land. Dazu gehören auch die rund dreißig “Megazentren”, an denen die Armee und die Feuerwehr arbeiten, wie Olivier Véran am Montag erklärte. Erstes Beispiel ist an diesem Wochenende in Toulouse ein neues Megazentrum, das am Samstag geöffnet werden soll.

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Tipp der Redaktion

Wann werden diese Zentren entstehen?
In den kommenden Tagen und Wochen, so das Gesundheitsministerium. Einige werden bereits an diesem Wochenende, dem 27. und 28. März, in Betrieb genommen. Sie werden von 9 bis 19 Uhr geöffnet sein, aber ausschließlich nach Vereinbarung impfen.

Wie werden die Termine vereinbart? Für welches Publikum?
Termine können über verschiedene Kanäle vereinbart werden. Entweder per Telefon oder über eine Online-Buchungsplattform. Termine können ab heute Vormittag vereinbart werden.

Die vorrangigen Zielgruppen sind die vorerst gleichen wie bisher, nämlich Menschen über 75 Jahre, aber auch Menschen zwischen 18 und 74 Jahren mit einem sehr hohen Risiko für eine schwere Form von Covid-19, sowie Menschen zwischen 50 und 74 Jahren mit Vorerkarnkungen.

Welcher Impfstoff wird injiziert? Mit welchen Dosen?
In der überwiegenden Mehrheit der Fälle wird es der Impfstoff von Pfizer/BioNTech sein. Allen Personen, die geimpft werden, wird daher ein Termin für eine zweite Injektion vier Wochen später vorgeschlagen.

Die gespritzten Dosen werden jedoch nicht in den “traditionellen” Impfzentren fehlen, da es sich um einen Überschuss an Dosen aus Impfstoffbestellungen von Pfizer handelt, deren Lieferungen in den kommenden Wochen einen lang ersehnten Schub erfahren werden, wie die Regierung bekannt gegeben hat.

Wer führt die Injektionen durch?
In den neuen Massenimpfzentren wird die Armee und die Feuerwehr beauftragt, die Organisation und den Aufbau zu leiten, wie Olivier Véran am Montag andeutete. In diesen beiden Einrichtungen werden derzeit Schulungen durchgeführt, um das Personal in die Lage zu versetzen, die Injektionen durchzuführen.

Warum solche Vaccinodrome?

Das Ziel auf nationaler Ebene ist es, den in den kommenden Wochen erwarteten Zustrom neuer großer Mengen an Impfdosen, insbesondere Pfizer-BioNTech, effektiv verimpfen zu können. “Das Ziel von 10 Millionen Erstimpfungen bis Mitte April bleibt unverändert”, sagte Olivier Véran. Die Zahl der bis Dienstagabend injizierten Erstdosen in Frankreich beläuft sich auf 6.595.920.

Die künftigen “Megaimpfzentren” sollen die Möglichkeit bieten, bis zu 1.000 Patienten pro Tag oder sogar mehr zu impfen.

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