Covid-19: Deutschland macht seine Grenzen zu, Paris ist dagegen

650
Deutsche und französische Grenzpolizisten versammeln sich am 4. Februar 2021 auf dem Bahnsteig des Straßburger Bahnhofs in Ostfrankreich.

Deutschland hat am Sonntag, dem 14. Februar, einen Teil seiner Grenzen zur Tschechischen Republik und zur österreichischen Region Tirol geschlossen. Die Maßnahme, die eingeführt wurde, um eine neue Welle von Covid-19-Infektionen durch die britischen und südafrikanischen Varianten des Virus zu verhindern, wird von der französischen Regierung abgelehnt.

Deutschland hat am Sonntag, dem 14. Februar, einige seiner Grenzen zur Tschechischen Republik und zum österreichischen Tirol geschlossen, um die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen. “Menschen, die nicht zu den wenigen Ausnahmen gehören, die erlaubt sind, werden nicht einreisen dürfen”, warnte Innenminister Horst Seehofer in der Sonntagsausgabe der Bild-Zeitung.

Ein exklusives Angebot für unsere Leser.
Weil du es uns wert bist!

Tipp der Redaktion

Ein Großaufgebot von 1.000 Polizeibeamten wird mobilisiert, um diese Kontrollen durchzuführen. Ausnahmen sind jedoch möglich: Deutsche, Personen mit Wohnsitz im Land sowie Grenzgänger und Berufe, die als strategisch angesehen werden, wie z. B. der Transport von Gütern, dürfen die Grenze überschreiten, sofern sie einen aktuellen negativen PCR-Test vorweisen können.

Paris lehnt Schließungen ab
Am Montag, dem 15. Februar, ließ die Reaktion der französischen Regierung nicht lange auf sich warten: Paris wolle “nicht, dass Deutschland die Grenze zu Frankreich komplett schließt”, sagte der französische Staatssekretär für europäische Angelegenheiten, Clément Beaune. Die deutsche Regierung hat angedeutet, dass sie in den kommenden Tagen dasselbe mit Frankreich tun könnte, angesichts der Gesundheitssituation im französischen Departement Moselle, wo sich die hochansteckende südafrikanische Variante ausbreitet.

“Wenn Deutschland den Verkehr nach Frankreich weiter einschränken sollte, dann möchte ich, dass gemeinsam möglichst weitreichende Ausnahmen definiert werden. Wir haben zwei große Sorgen: Straßentransport (…) und Grenzgänger. Für diese Menschen ist es eine Frage der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit”, betonte der Staatssekretär, der am Montag Gespräche mit den drei Ministerpräsidenten der deutschen Grenzregionen zu Frankreich führen wird.


Du möchtest immer die neuesten Nachrichten aus Frankreich?
Abonniere doch unseren Newsletter!



Tipp der Redaktion

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here