Covid-19: Die englische Variante hat sich in Frankreich durchgesetzt

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Die englische Variante macht inzwischen 53% der positiven Fälle aus, sagt der Generaldirektor für Gesundheit Jérôme Salomon.

Der Generaldirektor für Gesundheit, Jerome Salomon, bestätigte in einem Interview mit dem Journal du Dimanche, was sich schon seit einigen Tagen abzeichnete. Dennoch glaubt er, dass “wir einen nationalen Lockdown noch vermeiden können”.

Die englische Variante macht inzwischen 53% der positiven Fälle aus und ist nun offiziell in der Mehrheit in Frankreich, verkündete der Generaldirektor für Gesundheit, der Infektiologe Jérôme Salomon in der Ausgabe des Journal du Dimanche vom 28. Februar.

Diese Nachricht war erwartet worden: In Dünkirchen zum Beispiel ist dieser Schwellenwert schon lange erreicht und die englische Variante macht dort inzwischen mehr als 70% der Fälle aus. Dennoch ist es ein Zeichen, das für die kommenden Wochen eine deutliche Zunahme der Stärke der Epidemie ankündigen könnte. Anfang Januar waren nur 3% der Fälle in Frankreich auf diese Variante zurückzuführen.

In Großbritannien, als diese Variante Anfang Januar am virulentesten war, wurden Spitzenwerte von 60.000 neuen Fällen pro Tag erreicht. Dies erforderte einen strengen Lockdown, aus dem die Briten erst im März wieder entlassen werden sollen.

Könnte Frankreich das gleiche Szenario erleben? Jérôme Salomon beruhigt: “Wir können den Lockdown immer noch vermeiden, wenn alle aufmerksam bleiben”, versichert er. Für den Infektiologen funktioniert die Ausgangssperre “sehr gut” und “geht gut auf das Problem der privaten Versammlungen ein”.

Dies hat jedoch nicht verhindert, dass 20 Departements unter “verstärkte Überwachung” gestellt wurden und dass in Dünkirchen und in den Alpes-Maritimes ein örtlicher Lockdown verhängt wurde.


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