Covid 19: Droht auch in Nizza bald die Ausgangssperre?

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Nach Angaben der Behörden, der Stadt Nizza und der Präfektur Alpes-Maritimes, zeigen die Ansteckungsrate un die Krankenhauseinweisungen einen alarmierenden Verlauf der Epidemie. Nizza nähert sich der maximalen Alarmschwelle, was auch hier zur nächtlichen Ausgangssperre führen könnte.

Wird Nizza die neunte Metropole sein, in der eine Ausgangssperre verhängt wird? Die Behörden alarmierten gestern Abend in einer Erklärung: “Die von der regionalen Gesundheitsbehörde (ARS) übermittelten Zahlen über die Inzidenzrate, die Positivitätsrate und die Anzahl der Krankenhausaufenthalte von mit Covid-19 infizierten Personen zeigen einen alarmierenden Verlauf und Nizza nähert sich der maximalen Alarmstufe, die wahrscheinlich zur Anwendung einer Ausgangssperre führen wird”.

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Tipp der Redaktion

“Gemeinsame Patrouillen”
Folglich haben die Stadt Nizza und die Präfektur der Alpes-Maritimes “angesichts eines alarmierenden Anstiegs der Positivitätsraten” die Polizei aufgefordert, verstärkt Patrouillen in öffentlich zugänglichen Einrichtungen durchzuführen, um die Einhaltung der Abstandsregeln zu überwachen und “gegenüber allen Einrichtungen, die diese nicht respektieren, kompromisslos zu sein”. Die Behörden warnen: Die Kontrollen und Verwarnungen haben seit diesem Samstagabend begonnen und zur sofortigen Schließung der Einrichtungen führen.

Es wurden etwa zwanzig Strafzettel für das Nichttragen einer Maske ausgestellt
Infolgedessen wurden seit gestern Abend 35 Betriebe kontrolliert. Für 75 % von ihnen gab es Ermahnungen, wegen fehlender Register, in die sich alle Kunden eintragen müssen. Eine Maßnahme, die obligatorisch geworden ist, aber nur wenige Gastronomen sind sich dessen bewusst. Etwa 20 Strafzettel wurden für das Nichttragen einer Maske ausgestellt. Drei Personen wurden verhaftet, weil sie sich weigerten, die Maske zu tragen. Die Kontrollen fanden am Samstagabend am Cours Saleya statt. Weitere werden am Sonntagabend bei der Libération, am Quai des Etats-Unis und erneut am Cours Saleya erwartet.

Zahlen und tägliche Bulletins
Das Departement Alpes-Maritimes befindet sich bereits in einer Hochwarnzone. Der Bürgermeister von Nizza, Christian Estrosi, und der Präfekt der Alpes-Maritimes, Bernard Gonzalez, stützen sich auf die wöchentlich von der ARS übermittelten Zahlen sowie auf die täglichen Bulletins. Im letzten Bericht vom 14. Oktober stieg die Positivitätsrate von 8,1% auf 10,5%. Die ARS gibt an, dass diese Rate für alle Altersgruppen ansteigt. Die Inzidenzrate liegt jetzt bei 163 pro 100.000 Menschen, gegenüber 121 pro 100.000 in der letzten Woche (Woche 40).

Cluster im beruflichen, schulischen und universitären Umfeld
Die Zahl der Krankenhausaufenthalte von Covid-Fällen nimmt ebenfalls zu, ebenso die Zahl der Einweisungen auf Intensivstationen. Auch bei den Notfalldiensten und den Verbänden von SOS Médecins nehmen die entsprechenden Notrufe zu. Cluster finden sich derzeit im beruflichen, schulischen und universitären Umfeld.

Die Präfektur von Alpes-Maritimes und die Stadt Nizza erinnern daran, dass der beste Schutz in der Einhaltung von Barriere- und Hygienemaßnahmen besteht:
Das Tragen einer Maske in öffentlichen Räumen und an öffentlich zugänglichen Orten
Einhaltung einer Distanz von mindesten einem Meter an öffentlich zugänglichen Orten
Regelmäßiges Waschen der Hände
Husten oder Niesen in ein Taschentuch oder in den Ellbogen
Verwendung von Einwegtaschentüchern
Begrüßungen ohne Händeschütteln und Vermeidung von Umarmungen.

Auch im Vaucluse verschlechtert sich die Situation rapide. Der Präfekt hat gewarnt: “Wir könnten im Vaucluse sehr schnell eine Ausgangssperre verhängen”. Ab diesem Samstag werden im Vaucluse neue Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung von Covid-19 zu stoppen. De Möglichkeit einer Ausgangssperre innerhalb von 15 Tagen, falls sich die Situation verschlechtert, zeichnet sich ab.


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