Covid-19: eine Woche nach Silvester täglich fast 20.000 neue Fälle in Frankreich

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Covid-19-Statistik
Die Zahl der Ansteckungen ist in Frankreich in den letzten Tagen deutlich angestiegen, die Auslastung der Krankenhäuser bleibt stabil, obwohl die Einweisungen in Intensivstationen zugenommen haben.

Die Infektionszahlen bleiben an diesem Wochenende in Frankreich hoch, wo den vierten Tag in Folge täglich fast 20.000 neue Fälle gemeldet werden. Seit dem Ende des zweiten Lockdowns hatte das Land keine so lange Serie so hoher Neuansteckungen mehr erlebt.

Santé Publique France gibt bekannt, dass bis Freitagabend in Frankreich 19.814 neue Kontaminationen innerhalb 24 Stunden festgestellt wurden. Eine Zahl, die weiterhin hoch ist und den vierten Tag in Folge nahe an der 20.000er-Marke liegt. Werden wir nun, eine Woche nach Neujahr, mit den Folgen der Jahresendfeierlichkeiten konfrontiert?

Diese Zahlen verstärken die Warnungen, die Premierminister Jean Castex am Donnerstag, 7. Januar, ausgesprochen hat. “Die Zahl der Kontaminationen hat seit Mitte Dezember tendenziell zugenommen”, hatte der Regierungschef betont und darauf hingewiesen, dass “die zweite Welle immer noch da ist” und dass “der Druck auf unser Gesundheitssystem hoch bleibt”.

Neue Departements unter erweiterter Ausgangssperre
“Die Situation verschlechtert sich in einigen Gebieten schneller als anderswo, vor allem im Osten des Landes”, hatte Jean Castex gesagt, weshalb eine frühe Ausgangssperre ab 18 Uhr für mehrere neue Departements wie Haut-Rhin und Bas-Rhin, aber auch, laut mehreren Medien, für Vaucluse, Cher und das Bouches-du-Rhône vorgesehen ist.

Auf der Seite der Krankenhauseinweisungen bleiben die nationalen Zahlen dennoch für den Moment stabil, sogar leicht rückläufig, mit 24.377 Patienten an diesem Freitagabend, verglichen mit 24.488 am Donnerstag. Die Intensivstationen ihrerseits verzeichneten einen kleinen Anstieg, mit 2.606 registrierten Patienten, im Vergleich zu 2.573 am Donnerstag.

Frankreich beklagt 281 neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 in Krankenhäusern, laut den von den Gesundheitsbehörden am Freitagabend übermittelten Daten, verglichen mit 277 am Donnerstag.

Krankenhausaufenthalte und Intensivbehandlungen in Okzitanien leicht rückläufig
Die Gesundheitsbehörde für Südwest-Frankreich gab am Freitagabend bekannt, dass in der Region 1.247 Patienten in Krankenhäusern behandelt werden (-11 in den letzten drei Tagen), darunter 116 auf der Intensivstation (-15), und dass seit Beginn der Epidemie im März bisher 2.239 Todesfälle in Gesundheitseinrichtungen verzeichnet wurden (+57).

Der landesweite Trend zu einer deutlich höheren Zahl von Neuinfektionen spiegelt sich aber auch in der Region wider, denn die von der ARS übermittelten Zahlen zeigen für die letzten drei Tage durchschnittlich 1.224 Neuinfektionen pro Tag, während der Durchschnitt in der Vorwoche bei 960 lag. Dieser Anstieg ist jedoch auf die drastisch gestiegene Anzahl der durchgeführten Tests zurückzuführen, da die Rate der positiven Tests mit 4,6 % konstant bleibt.


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