Covid-19: Hämophilie-Fälle in Frankreich nach Impfung mit Pfizer/BioNTech beobachtet

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In Frankreich sind nach der Injektion des Impfstoffs von Pfizer/BioNTech Fälle von Symptomen, ähnlich der Bluterkrankheit, aufgetreten. Ein “potenzielles Signal”, das genau beobachtet wird, sagen die Gesundheitsbehörden.

Ein dritter Fall von “erworbener” Hämophilie nach Verabreichung des Impfstoffs von Pfizer/BioNTech wurde seit Beginn der Covid-19-Impfungen beobachtet und bildet ein “potenzielles Signal”, das genau beobachtet wird, so die Gesundheitsbehörden am Freitag, dem 21. Mai.

Immerhin wurden bis jetzt mehr als 20.964.000 Injektionen in Frankreich bis zum 13. Mai mit diesem Impfstoff verabreicht, teilte die französische Arzneimittelagentur ANSM am Freitag mit.

“Unter den Nebeneffekten, die bereits unter spezifischer Überwachung stehen, bestätigt die Analyse einen neuen Fall von erworbener Hämophilie (Auftreten von Autoantikörpern, die gegen den Gerinnungsfaktor VIII gerichtet sind) in diesem Zeitraum, was die Gesamtzahl auf 3 Fälle seit Beginn der Impfung erhöht”, diese sehr seltene unerwünschte Nebenwirkung könnte nach Meinung der ANSM ein potenzielles Signal darstellen. “Die Rolle des Impfstoffs beim Auftreten der erworbenen Hämophilie kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden. Diese Fälle traten bei Menschen im Alter von über 75 Jahren innerhalb weniger Tage und bis zu einem Monat nach der Impfung auf.

Aber: Dieser sehr seltene Nebeneffekt stellt das Nutzen-Risiko-Verhältnis dieses Impfstoffs nicht in Frage, versichert die ANSM. In der Allgemeinbevölkerung ist diese Pathologie sehr selten. Die statistische Häufigkeit liegt bei 1 bis 1,5 Fällen pro Million Menschen pro Jahr und betrifft am häufigsten Patienten über 60 Jahre.

Darüber hinaus wurden zwischen dem 6. und 13. Mai acht neue Fälle von Thrombosen atypischer Lokalisation, aber keine neuen Todesfälle, im Zusammenhang mit dem Impfstoff von AstraZeneca (Vaxzevria) beobachtet. Bis zum 13. Mai wurden in Frankreich mehr als 4.294.000 Injektionen dieses Impfstoffs verabreicht. Mit diesen acht neuen Fällen steigt die Gesamtzahl der Fälle seit Beginn der Impfung auf 42, darunter elf Todesfälle.


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