Covid-19-Selbsttests ab Montag in den Apotheken erhältlich

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Ab sofort ist die Anwendung von Corona- Selbsttests auch in französischen Schulen empfohlen.

Eine neue Seite in der Screening-Strategie gegen Covid-19 in Frankreich wird aufgeschlagen: Selbsttests sind ab diesem Montag landesweit in Apotheken zum Verkauf zugelassen. Preis, Bedienung, Zuverlässigkeit: Hier finden Sie alles über dieses neue Screening-Tool.

Sie sollten im Prinzip diesen Montag, den 12. April in den Apotheken des Landes ankommen: das Gesundheitsministerium hat an diesem Sonntag ein Dekret unterzeichnet, das den Verkauf von Selbsttests gegen Covid-19 erlaubt. Das Ziel unter anderem: Menschen anzusprechen, die sich sonst nicht testen lassen, die Asymptomatischen. Sie sollen “die Durchführung häufigerer Tests” ermöglichen, heißt es in dem vom Ministerium unterzeichneten und am Sonntag im Amtsblatt veröffentlichten Erlass. Es geht natürlich darum, die kranken Menschen sehr schnell zu erkennen und zu isolieren.

Wer kann sie verwenden?
In dieser Frage stützt sich das Gesundheitsministerium auf die Stellungnahme der Obersten Gesundheitsbehörde vom 15. März: “Die Verwendung von Selbsttests ist für asymptomatische Personen über 15 Jahren erlaubt”, präzisiert die Regierung. Diese Tests werden in den Schulen des Landes benutzt werden oder von Privatpersonen.

Es geht also darum, “sich zum Beispiel vor Familientreffen zu testen, ohne dabei auf die Barrieregesten zu verzichten”, präzisiert die Regierung. Aber Achtung: Der Autotest wird für asymptomatische Personen empfohlen und ist bei Personen, die Symptome aufweisen, sogar kontraindiziert. “Es ist dann notwendig, auf einen PCR-Test oder einen Antigentest zurückzugreifen, der von einem Fachmann durchgeführt wird”, empfehlen die Behörden.

Wie bekommt die Tests?
Selbsttests gibt es ab heute in der Apotheke. Doch man sollte Geduld haben. Viele Apotheken im Land sind noch nicht ausgestattet: Sie “werden im Laufe der Woche nach und nach in Tausenden an die Apotheken ausgeliefert”, sagte Gesundheitsminister Olivier Véran in den Spalten des Journal du Dimanche. Nach Angaben der Behörden sollen diese Selbsttests auch massiv “in Schulen” eingesetzt werden. Der Gesundheitsminister arbeitet an einem Ziel von “zwei Tests pro Woche pro Schüler und pro Lehrer”.

Zu welchem Preis?
Das Dekret, das vom Gesundheitsministerium unterzeichnet wurde, deckelt den Preis für Selbsttests auf sechs Euro. Bestimmte Gruppen bekommen die Kosten für den Test erstattet: Dazu gehören Haushaltshilfen, ältere Menschen und Behinderte. Für die Erstattung ist die Krankenkasse zuständig. Bislang haben sechs Marken Selbsttests zum Verkauf angeboten: AAZ, BioSynex, Parnassia, Siemens, Swiss Point of Care und JSE. Es wird jedoch erwartet, dass andere Marken nach und nach in den Markt eindringen werden.

Wie funktioniert der Test?
Der Selbsttest ähnelt den Antigentests, die bereits in Apotheken durchgeführt werden. Aber sie müssen nicht unbedingt von Profis durchgeführt werden und sind weniger unangenehm. In einem Selbsttest-Kit finden Sie einen Tupfer, ein Röhrchen und eine Kassette, mit der Sie das Ergebnis ablesen können. Einige Kits bieten einen so genannten QRCode, mit dem Sie mit Ihrem Mobiltelefon auf eine Online-Videoerklärung zugreifen können, die Informationen zur Verwendung des Kits liefert.

In der Praxis muss der Tupfer zwischen 3 und 4 Zentimetern in das Nasenloch eingeführt und an den Nasenwänden gerieben werden. Der Tupfer wird dann in ein Röhrchen getaucht, in dem sich eine reaktive Lösung befindet. Der Test gibt ein Ergebnis innerhalb von 15 bis 20 Minuten ab (bei PCR-Tests dauert das manchmal zwei Tage). Wenn der Selbsttest ein positives Ergebnis liefert, muss dann zwingend ein zusätzlicher PCR-Test durchgeführt werden, diesmal zur Bestätigung des Ergebnisses, “nicht nur um zu prüfen, ob eine Variante vorliegt, sondern auch um ein Follow-up zu ermöglichen”, sagte Olivier Véran.

Wie zuverlässig ist ein solcher Selbsttest?
Offensichtlich hängt die Zuverlässigkeit von Selbsttests von der Marke des Produkts, aber auch von der Sorgfalt der Probenahme ab. Alle Selbsttests, die von der Nationalen Agentur für Arzneimittelsicherheit (ANSM) zugelassen wurden, haben jedoch mindestens eine Zuverlässigkeitsrate zwischen 50 und 60% für asymptomatische Personen.

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