La Baguette und die Dächer von Paris im Rennen um einen Platz im immateriellen Kulturerbe der UNESCO

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Die Kulturministerin Roselyne Bachelot hat die Wahl zwischen den Zinkdächern von Paris, der Baguette und dem Weinfest von Arbois angesichts der einzigartigen Kandidatur Frankreichs für das immaterielle Kulturerbe der UNESCO.

Die Zinkdächer von Paris, die Baguette de pain und ein Weinfest in Arbois (Ostfrankreich) sind die Kandidaten, die Frankreich für das immaterielle Kulturerbe der UNESCO vorschlagen wird, wurde vom Kulturministerium am Dienstag, 16. Februar, bekannt gegeben.

Mitte März wird sich Roselyne Bachelot zwischen diesen drei Kandidaten entscheiden und ihre Wahl Präsident Emmanuel Macron vorlegen müssen, hieß es.

Die französische Kandidatur wird der Unesco-Kommission im Hinblick auf die Klassifizierung im Laufe des Jahres 2022 vorgelegt. Im Rahmen der Konvention von 2003 werden jedes Jahr fast hundert Dinge weltweit mit dem Label der Einschreibung in das immaterielle Kulturerbe ausgezeichnet.

Frankreich, das zu den Ländern gehört, die bereits eine große Anzahl von Einschreibungen erhalten haben, kann nur noch alle zwei Jahre einen Kandidaten vorschlagen.

Zinkdächer, die einen Großteil der Gebäude der Hauptstadt bedecken, waren bereits in der letzten Auswahl enthalten, wurden aber durch die Jolle (ein Boot) aus Martinique getoppt, die für das Register des immateriellen Kulturerbes “gute Praktiken” für das Label 2020 ausgewählt wurde.

Es ist das Know-how im Bau und in der Sanierung dieser Dächer, das ausgezeichnet werden soll. Dieses Know-how verkörpert sowohl die Arbeit eines Berufsstandes – die der Zinkdachdecker – als auch eine Farbpalette, die der Hauptstadt vom Himmel aus gesehen ein unverwechselbares Bild verleiht, Maler inspiriert hat und nun in einigen Vierteln durch Neubauten bedroht ist.

Die Baguette de pain ist ein Symbol für das tägliche Leben der Franzosen, verewigt in Filmen und Werbung.

Der Biou d’Arbois, im Jura, ist ein Fest mit mittelalterlichen und religiösen Ursprüngen, das in ein republikanisches Fest umgewandelt wurde und Anfang September gefeiert wird.

Um sich für das prestigeträchtige Label zu bewerben, muss der Kandidat zunächst in das nationale Inventar aufgenommen werden. In einem zweiten Schritt muss er auf der Grundlage eines Gutachtens des Komitees für ethnologisches und immaterielles Kulturerbe (CPEI) für die Vorlage bei der UNESCO als geeignet erachtet werden.

Um ausgewählt zu werden, muss das Projekt eine betroffene Gemeinschaft zusammenbringen, was bei französischen Bäckern und Pariser Dachdeckern der Fall ist. Ein weiteres wichtiges Argument ist die ethnologische Besonderheit, wie im Fall des Biou d’Arbois, heißt es im Ministerium.


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