Lockdown: Deutlich weniger Kontrollen im Jahr 2021

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Wenige Tage vor der erneuten Lockerung der Lockdown-Maßnahmen ist es an der Zeit, eine Bilanz zu ziehen: Wurden wir 2020 oder 2021 mehr kontrolliert? 

Insgesamt konnten sich die Franzosen im Lockdown 2021 verglichen mit 2020 freier bewegen, zum Teil sogar ohne Vorlage einer Ausgangsbescheinigung.

Wie war es aber mit den Kontrollen im Jahr 2021, wurde mehr kontrolliert als im Jahr 2020? Eher nicht. Für viele Bürger fühlte sich der Lockdown 2021 recht unaufdringlich – ja gerade zu frei an. Im April 2021 wurden von den Ordnungskräften etwa 1.300.000 Kontrollen, also 49.000 pro Tag, durchgeführt. Letztes Jahr zur gleichen Zeit waren es mit 370.000 Kontrollen pro Tag fast achtmal so viele. Damals waren die Reisebeschränkungen strenger und die Kontrollen häufiger. So mussten die Bewohner Frankreichs damals für jedes Verlassen des Hauses eine Ausgangsbescheinigung ausfüllen und anfangs in Papierform, später auch als QR-Code auf dem Handy, mit sich führen. In manchen Gegenden wurden diese Bescheinigungen fast täglich kontrolliert.

Wirksamere Kontrollen?
Bei genauerem Hinsehen stellt sich heraus, dass die Überprüfungen des Jahres 2021 im Durchschnitt ein wenig zielgerichteter sind. Im Jahr 2020 führte eine von zwanzig Kontrollen zu einem Strafzettel. Im April 2021 führte eine von sieben Kontrollen zu einem Strafzettel. Die Kontrollen sind dieses Jahr besonders auf verbotene Versammlungen ausgerichtet und nicht auf die allgemeine Überprüfung der Bürger und ihrer Bewegungen. Alle Bußgelder zusammen genommen kommt man auf mehr als 300 Millionen Euro für die Staatskasse.

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