Lockdown: Staatliche Unterstützungsmaßnahmen zur Beschleunigung der Digitalisierung im Handel

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Insbesondere eröffnet der Staat eine Website unter der Bezeichnung “clique-mon-commerce.gouv.fr”, auf der Dienstleister aufgeführt sind, um den Unternehmen die Möglichkeit zu geben, die für ihr Profil am besten geeigneten Lösungen zu finden.

Angesichts des Lockdowns und der Schließung von Geschäften schlug die Regierung am Dienstag, dem 10. November, eine Reihe von Maßnahmen vor, um die Digitalisierung von kleinen und mittleren Unternehmen zu beschleunigen, von denen nur ein Drittel eine Website hat.

Hosting-Plattformen
Händler werden ermutigt, sich einem Online-Marktplatz anzuschließen, der den lokalen Handel fördert.

Zu diesem Zweck können Kommunen einen Zuschuss von 20.000 Euro für die Schaffung lokaler E-Commerce-Plattformen erhalten, zu denen ein Zuschuss von 40.000 Euro über zwei Jahre für die Bereitstellung von Schulungsangeboten und die Erstellung von Diagnostik für Einzelhändler hinzukommen kann.

Mehrere Städte wie Angers, Evreux, Nizza oder Châlons-en-Champagne haben bereits solche Portale eingerichtet.

Online-Liefer- und Zahlungsdienste
Um eine Händler-Website zu entwickeln, einen Online-Liefer- oder Zahlungsdienst anzubieten, die Einbindung auf einem Marktplatz zu gewährleisten oder besser mit den Kunden zu kommunizieren, ermöglicht das Regierungsportal clique-mon-commerce.gouv.fr dem Händler herauszufinden, an wen er sich wenden kann.

Zu den referenzierten Dienstleistern gehören lokale oder nationale Akteure, aber auch multinationale Unternehmen wie der Essenslieferant Uber Eats. Viele bieten während des Lockdowns ermäßigte Gebühren an, wie z.B. die Plattform “Ma Ville, mon shopping” von La Poste.

Ein digitaler Scheck über einen Höchstbetrag von 500 Euro
Im Einzelnen haben Händler ab Januar Anspruch auf einen “digitalen Scheck” in Höhe von maximal 500 Euro, d.h. auf eine Rückerstattung der Rechnung für die Erstellung einer Website, die Mitgliedschaft auf einer Online-Plattform, den Erwerb von Software oder einen Support-Service.

Die Regierung schätzt, dass diese Hilfe 120 000 Unternehmen zu Kosten von 60 Millionen Euro zugute kommen könnte.

Schließlich werden Unterstützungs- und Schulungsdienste für die Digitalisierung vorgezogen. So werden “10.000 von den Industrie- und Handelskammern (IHKs) und den Handwerkskammern (HWKs) für 2021 geplante Kurse noch vor Ende des Jahres beginnen”, heißt es in dem Dokument des Wirtschaftsministeriums.

Die KKI ihrerseits haben die Einleitung einer Aktion “Verkauf und Kommunikation in einer Zeit des Lockdowns” mit den Verbänden der Händler von Bekleidung (FNH), Schuhen (FDCF) und Schmuck und Uhren (UBH) angekündigt, die durch Verwaltungsbeschluss geschlossene Geschäfte über die verschiedenen verfügbaren Hilfsmittel informieren soll.


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