Marseille: Eltern mit Covid, ein Baby ohne Identität

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Tipp der Redaktion

Noa, ein kleines Mädchen, das weniger als einen Monat alt ist, existiert in den Augen des Gesetzes nicht. Da beide zum Zeitpunkt der Entbindung an Covid litten, waren ihre Eltern nicht in der Lage, ihre Geburt rechtzeitig zu registrieren.

Sie ist unwissentlich einer der Kollateralschäden der Covid-Epedemie. Die kleine Noa, geboren am 7. Oktober in Marseille, wird einer offiziellen Identität beraubt, verrät La Provence. Am Tag vor ihrer Geburt wurden ihre Eltern positiv auf das Coronavirus getestet. Infolgedessen entbindet die Mutter in Isolation, und Ruben, ihr Ehemann, kann der Geburt nicht beiwohnen. Nach der Geburt und entsprechend den Empfehlungen der Sozialversicherung bleibt das Paar zu Hause isoliert. Nach einer Isolation von 7 Tagen macht Ruben einen weiteren Test, dessen Ergebnis negativ ist.
Dann geht er zum Rathaus, um die Geburt seiner Tochter zu registrieren. Und da begannen die Schwierigkeiten für die Eltern von Noa: “Ivh hätte die Geburt innerhalb von 6 Tagen anmelden müssen. Jetzt sagen sie mir: ‘Sie können Ihr Kind nicht anmelden, Sie sind einen Tag zu spät, Sie müssen jetzt vor Gericht gehen, das dauert zwischen 6 und 8 Monaten'”, erklärt Ruben.

Keine Sozialversicherung und keine Anmeldung in der Kinderkrippe.
Doch solange das Verfahren nicht durch ist, befinden sich die Eltern von Noa in einer äusserst heiklen Situation: Ohne Identität kann ihre Tochter weder von der Sozialversicherung noch von irgendwelchen Rechten profitieren, was Auswirkungen auf die berufliche Situation der Eltern hat. “Meine Frau zum Beispiel, die bald wieder arbeiten gehen muss, kann das nicht, weil sie unsere Tochter niemandem überlassen kann. Keine Kinderkrippe, keine Erzieherin, nichts, was bedeutet, dass wir sie die ganze Zeit bei uns behalten müssen”, beklagt der Vater.
Hervé Seroussi, der Anwalt der Familie, erklärt, dass “das Standesamt eine E-Mail an die Staatsanwaltschaft von Marseille geschickt hat, um herauszufinden, ob man angesichts der gesundheitlichen Situation eine Ausnahme machen könne, aber eine Ablehnung erhalten hat. Viele administrative Schritte müssen innerhalb einer sehr kurzen Zeit unternommen werden, aber es gibt keine Bestimmungen für außergewöhnliche Umstände”.

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Tipp der Redaktion

Eine Situation, die Ruben empört: “Diese Geschichte ist verrückt, meine Tochter hat keine Identität, obwohl ich nur das getan habe, was mir aufgetragen wurde. Ich kann nicht einmal verstehen, wie es dazu kommen kann, wir leben in einer Zeit, die absurd genug ist …”.
Angesichts der Ursache dieses Missgeschicks bittet der Familienanwalt darum, dass der Fall so bald wie möglich vom Gericht behandelt wird.


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