Restaurants, Museen, Impfungen: Die von der Exekutive angedachten Lösungen für die Zeit nach Covid-19

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Regierungssprecher Gabriel Attal bekräftigt, dass es keine Pläne gebe, den Lockdown über die bisher geplanten vier Wochen hinaus zu verlängern.

Regierungssprecher Gabriel Attal stand am Sonntag in einer Fragestunde zu den geltenden Gesundheitsmaßnahmen und den Aussichten auf eine Rückkehr zum normalen Leben im Land nach der Krise Rede und Antwort. Der Minister sprach über die Wiedereröffnung von Restaurants, Bars und kulturellen Einrichtungen.

Während in Frankreich der Wettlauf um die Impfung gegen Covid-19 weitergeht, denkt die Exekutive schon über die Zeit nach der Krise nach. Am Sonntag, 7. März, nahm Gabriel Attal an einer Fragestunde mit Lesern von Le Parisien teil, die den Regierungssprecher über die Wiedereröffnung von Kulturstätten, Bars und Restaurants befragten. Das Thema ist umso brisanter, als die Regierung am vergangenen Mittwoch einen Verteidigungsrat zur Gesundheit organisiert hatte, der sich ganz diesem Thema widmete.

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Tipp der Redaktion

Wann werden Restaurants, Cafés und Bars wieder geöffnet?
Ein Gastronom sagte dem Regierungssprecher, er sei besorgt über das Ausbleiben von Ankündigungen über die mögliche Wiedereröffnung von Gastro-Betrieben in Frankreich. Auch von Gabriel Attal erfuhr man kein Datum, aber das Versprechen einer finanziellen Unterstützung, die auch lange nach der Eröffnung von Restaurants, Bars und Cafés weiterlaufen wird: “Die Unterstützung wird in angemessener Weise fortgesetzt”, sagte der Minister.

Was den Zeitplan betrifft, so hat die Regierung am vergangenen Freitag, 5. März, den Gastronomen ihre Strategie detailliert dargelegt. Premierminister Jean Castex hatte neue Eckpunkte für eine mögliche Wiedereröffnung der Gaststätten genannt: “Er schlug vor, dass zunächst die gesamte gefährdete französische Bevölkerung geimpft wird, was zwischen Mitte April und Mitte Mai geschehen sollte”, so Jean-Virgile Crance, Präsident des Groupement des chaînes hôtelières in der Zeitung  Ouest-France.

Unstimmigkeiten bei kulturellen Einrichtungen
Der Regierungssprecher teilte mit, dass die Museen “unter den ersten Orten sein werden, die wieder öffnen”. Gabriel Attal erwähnte die Möglichkeit, Besucherzählgeräte einzurichten. Außerdem würden in jeder Einrichtung “Covid-Referenten” ernannt, die für die Einhaltung der Barrieregesten verantwortlich sind.

Es gibt immer noch Unstimmigkeiten bei den derzeit im Land angewandten Maßnahmen. Der Minister gibt halbherzig zu: “Ich gestehe, dass es mir schwerfällt zu erklären, dass man in ein grosses Geschäft gehen kann, aber nicht in ein Museum. Aber bei der Bewältigung einer solchen Epidemie gibt es zwangsläufig ein Element der Inkonsequenz, wenn es darum geht, Interaktionen und Menschenströme zu begrenzen”, gab er zu.

In den Spalten der Tageszeitung hat der Minister auch die derzeitige Strategie der Regierung verteidigt: Impfen statt Lockdown. “Heute ist für uns die beste Lösung mehr Impfstoff als Lockdown”, sagt Gabriel Attal. Aber man werde im Falle einer Ansteckungsexplosion die Verantwortung übernehmen. In den letzten Wochen bestand die Strategie der Regierung in Bezug auf Restriktionsmaßnahmen darin, Departements, in denen das Virus aktiv zirkuliert, unter “verstärkte Überwachung” zu stellen. 23 Departements befinden sich derzeit in dieser Situation. Die Exekutive überlässt es den lokalen Behörden, die Maßnahmen vor Ort zu verstärken.

Auf nationaler Ebene spricht der Regierungssprecher jedoch von einer möglichen Lockerung der restriktiven Maßnahmen bis Mitte April. “Das ist kein ferner und ungewisser Zeitplan am Horizont, sondern ein Termin, der, wie wir hoffen, schon Mitte April sein könnte. Wir beginnen, an Protokollen zu arbeiten, um das Land schrittweise wieder zu öffnen”, sagte Attal bereits am 3. März.

Impfkampagne “zu langsam”?
Gabriel Attal wurde von einem Leser auch auf die Langsamkeit der Impfkampagne im Land angesprochen. Der Sprecher des Élysée sagte, dass eben diese Kampagne von der Verfügbarkeit von Impfdosen abhängig sei. “Aber das gibt sich”, beruhigte der Minister. Das Land setzte auf dieses Wochenende, um einen Gang höher zu schalten: Nach Angaben des Gesundheitsministers wurden innerhalb von zwei Tagen nicht weniger als 585.000 Injektionen durchgeführt. Insgesamt erhielten bisher 3.772.579 Personen mindestens eine Dosis des Impfstoffs.

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