Tödliche Thrombosen nach Impfung: die Gesundheitsabteilung der Pariser Staatsanwaltschaft ermittelt

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In Frankreich wurden bisher 13 Fälle von Thrombosen und Embolien nach Impfungen mit AstraZeneca gemeldet. Nach wie vor ist allerdings unklar, ob dies tatsächlich Nebenwirkungen der Impfungen waren.

Die Untersuchung des Todes von Carole Petit, einer Sozialarbeiterin aus Toulouse, die 15 Tage nach einer Injektion des Impfstoffs AstraZenaca an einer Thrombose starb, wurde der Abteilung Gesundheit der Pariser Staatsanwaltschaft übertragen.

Die Staatsanwaltschaft Toulouse hat ihre Ermittlungen zum Tod von Carole Petit, einer 38-jährigen Sozialarbeiterin aus Toulouse, die am 29. März im Purpan-Krankenhaus an einer Thrombose starb, 15 Tage nachdem sie eine Injektion des anglo-schwedischen Impfstoffs AstraZenaca erhalten hatte, abgegeben. Es ist nun die Gesundheitsabteilung der Pariser Staatsanwaltschaft, die diesen Fall untersucht, und die Ermittlungen mit den drei anderen ähnlichen Fälle in Frankreich zusammenführt.

Identifizierung der Chargen des Impfstoffs
Die mit den Ermittlungen zum Tod von Carole Petit beauftragten Ermittler der territorialen Direktion der Kriminalpolizei in Toulouse hatten ihre Untersuchungen begonnen, nachdem der Anwalt der Familie des Opfers, Me Etienne Boitton, Anzeige gegen X wegen “fahrlässiger Tötung” erstattet hat. Es wird erwartet, dass die Untersuchungen die Identifizierung der fraglichen Impfstoffchargen erbringen. In den nächsten Tagen werden auch die Ergebnisse des medizinischen Gutachtens erwartet. Die Art und Weise, wie die Injektion durchgeführt wurde, ist ebenfalls Teil der Untersuchung.

Herstellen eines Kausalzusammenhangs
In diesem Fall wartet Anwalt Me Etienne Boitton immer noch auf die Schlussfolgerungen der forensischen Analyse von Blutproben, die post-mortem im Purpan Krankenhaus entnommen wurden. Wenn auch die Todesursache, in diesem Fall die Bildung von Blutgerinnseln, nicht in Frage steht, wird es wahrscheinlich schwieriger sein, einen kausalen Zusammenhang zwischen den tödlichen Thrombosen und dem Impfstoff herzustellen. Zu diesem Zeitpunkt glaubt man zu wissen, dass es möglich und sogar wahrscheinlich ist, allerdings fehlt noch der endgültige Beweis. Die gerichtsmedizinische Untersuchung hat Spuren oder sogar Konzentrationen von Antikörpern in bestimmten Bereichen des Gehirns gefunden, was die Thrombose erklären könnte. Die medizinischen Erkenntnisse sollen bis Ende der Woche vorliegen. Zwischenzeitlich wurde der Fall von Carole Petit, wie auch die anderen Fälle an das Gesundheitsreferat der Pariser Staatsanwaltschaft übertragen, damit ein und derselbe Untersuchungsrichter die Ermittlungen aus Gründen der Kohärenz in einer Hand konzentrieren kann.

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