Van-Gogh-Gemälde erzielt 13 Millionen Euro, ein Rekord in Frankreich

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"Straßenszene in Montmartre" von Vincent Van Gogh, präsentiert im Auktionshaus Sotheby's in Paris, 24. Februar 2021. Photo: Stéphane de Sakutin, AFP

Ein Gemälde von Vincent Van Gogh wurde am Donnerstag für mehr als 13 Millionen Euro versteigert. Das 1920 von einer französischen Familie erworbene Gemälde “Straßenszene in Montmartre”, das bisher noch nie ausgestellt wurde, ist eines der wenigen Gemälde des holländischen Meisters, die sich noch in Privatbesitz befinden.

Vincent Van Gogh ist immer noch beliebt. “Straßenszene in Montmartre”, ein nie zuvor ausgestellter Van Gogh, wurde am Donnerstag in Paris für 13 Millionen Euro verkauft, weit über der Schätzung, ein Rekord in Frankreich für ein Werk des niederländischen Malers.

Datiert auf 1887, gemalt während der zwei kurzen Jahre, die Vincent van Gogh in Paris verbrachte, wurde die Leinwand zwar in Katalogen mit Schwarz-Weiß-Fotos aufgeführt, war aber seit ihrem Erwerb durch eine französische Familie um 1920 nie wieder öffentlich zu sehen.

Es wurde für €13.091.250 (inklusive Gebühren) erworben, ein Rekord für ein. Gemälde dieses Künstlers in Frankreich, freute sich Sotheby’s, die den Verkauf per Video organisierten.

Auf dem internationalen Kunstmarkt erzielen Van Goghs Gemälde jedoch regelmäßig weit höhere Preise. 2017 hatte “Laboureur dans un champs” (1889), gemalt von Van Gogh im Jahr vor seinem Tod, in seiner provenzalischen Periode, die farbenfrohste und auch die meist zitierte, bei Christie’s in New York 81 Millionen Dollar erreicht.

Sotheby’s und das Auktionshaus Mirabaud-Mercier, das “Straßenszene in Montmartre” entdeckte, präsentierten das Meisterwerk im Februar der Öffentlichkeit als Teil einer seltenen Serie von Gemälden, die die legendäre Moulin de la Galette darstellen.

Das Werk war ein Jahrhundert lang in derselben französischen Familie, deren Name nicht bekannt gegeben wurde.

“Der Verkauf dieses großartigen Gemäldes, getragen von einer elektrisierenden Atmosphäre, ist einer jener magischen Momente, die wir in einem Auktionshaus erleben dürfen”, so Aurélie Vandevoorde, Auktionatorin der Versteigerung, Etienne Hellman, Direktor der Abteilung Impressionismus und Moderne Kunst und Pierre Mothes, Vizepräsident von Sotheby’s Frankreich, in einer Erklärung.

Das Gemälde zeigt die Moulin à poivre, eine der Mühlen der Galette, hinter Palisaden, vor einem Hintergrund aus blau-grauem Winterhimmel. Im Vordergrund geht ein Paar spazieren und zwei Kinder spielen.

Expressionistische Wende

In der Karriere des holländischen Malers (1853-1890) markiert dieses Gemälde einen Wendepunkt, einen expressionistischen Beginn mit einem Einsatz von Farbe, der darauf abzielt, einen Eindruck jenseits der Realität zu schaffen.

“Es ist ein Zeugnis für ein Montmartre am Ende des 19. Jahrhunderts”, sagt Aurélie Vandevoorde. Die Pariser gingen spazieren und vergnügten sich im Park Moulin de la Galette.

Diese Auktion war Teil einer Doppelversteigerung von Werken des Impressionismus und der Moderne bei Sotheby’s in Paris und London.

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