Das Wachstum in Frankreich stieg laut der ersten Prognose des Statistikinstituts Insee im Jahr 2021 um satte 7%. Dies folgt auf einen Rückgang von 8% im Jahr 2020.
Das Wachstum des französischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) erreichte 2021 laut einer ersten Schätzung, die am Freitag vom französischen Statistikamt (Insee) veröffentlicht wurde, starke 7%. Eine Entwicklung, die man so seit 52 Jahren nicht mehr, gesehen hat. Vorangegangen war allerdings eine Rekordrezession von 8% im Jahr 2020.
Damit übertrifft die französische Wirtschaft die Prognosen des Insee und der Banque de France, die für das vergangene Jahr ein Wachstum von 6,7% erwartet hatten. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass das BIP-Wachstum in den ersten drei Quartalen des Jahres um jeweils 0,1 Prozentpunkte nach oben korrigiert wurde. Im Gesamtjahr 2021 bleibt das BIP jedoch „1,6 % unter seinem Durchschnittsniveau von 2019“, fügt das Institut hinzu, ein Zeichen dafür, dass 2021 noch nicht vollständig die Rückkehr zur Normalität für die Wirtschaft markiert, war doch die erste Jahreshälfte noch von erheblichen Gesundheitseinschränkungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Epidemie geprägt.
Im Jahr 2021 wurde das Wachstum besonders durch den starken Anstieg der Produktion von Waren und Dienstleistungen (+7,4%, nach -8,5% im Jahr 2020) angetrieben, auch wenn die Warenproduktion noch „deutlich hinter ihrem Durchschnittsniveau von 2019 zurückbleibt“. Der private Konsum, der in der ersten Jahreshälfte durch Gesundheitseinschränkungen beeinträchtigt wurde, erreichte erst ganz am Ende des Jahres wieder das Vorkrisenniveau und verzeichnet für das gesamte Jahr 2021 einen Anstieg um 4,8% (-7,2% im Jahr 2020).
Insgesamt bleibt 2021 zwar unter dem Durchschnittsniveau von 2019. Die Investitionen der Haushalte (Immobilien usw.), Unternehmen und Körperschaften jedoch stiegen um 11,6% und lagen damit deutlich über dem Niveau von 2019.
Auch der Außenhandel trug leicht positiv zum Wachstum bei, auch wenn im Jahresdurchschnitt „die Exporte und Importe 2021 auf einem besonders schlechten Niveau bleiben und um 8,5% bzw. 5,5% unter ihrem Durchschnittsniveau von 2019 liegen“.
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