Altersheime und Covid-19: neue Regeln für Bewohner und ihre Familien ab diesem Samstag

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Lockerungen in Altersheimen: Ab sofort dürfen Bewohner von Altersheimen wieder Besuch empfangen und nach draussen gehen, ohne sich Tests und Quarantäne-Maßnahmen unterziehen zu müssen.

Ein Jahr nach Beginn von Covid-19 ändern sich ab diesem Samstag, dem 13. März, die Regeln für die Altersheime in Frankreich.

Die Bewohner von Altersheimen, ihre Familien und das Personal haben ein schwieriges Jahr hinter sich. Zunächst verhinderte der Lockdown jeden Besuch der Familien bei ihren Angehörigen. Dann wurden wieder Besuche hinter Schutzglas erlaubt. Dann wurden die Beschränkungen nochmals verschärft, um Ansteckungen zu verhindern.

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Tipp der Redaktion

Ab diesem Samstag nun sind die Bewohner von Altersheimen wieder berechtigt, ihre Einrichtungen zu verlassen. Innerhalb eines Altersheims sind die Besuche in Zimmern wieder erlaubt. Eine Änderung, die der Staatsrat verlangt hat.

Die zuständige Ministerin Brigitte Bourguignon weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass die Bewohner, unabhängig von ihrem Impf- und Immunitätsstatus, die gleichen Rechte wie die übrige Bevölkerung erhalten müssen, wie z. B. die Möglichkeit, ihre Angehörigen außerhalb oder innerhalb der Einrichtung zu sehen.

Zwei Szenarien:
Ein/e Bewohner/In wurde bereits gegen Covid-19 geimpft: Eine Person, die die beiden Impfdosen erhalten hat, kann die Einrichtung verlassen, um einen Angehörigen zu besuchen, ohne vorher oder nachher getestet zu werden und ohne sich sieben Tage lang im Zimmer isolieren zu müssen
Noch nicht geimpfte Bewohner: Nicht geimpfte Bewohner können das Altersheim auch verlassen, müssen aber bei der Rückkehr eine siebentägige Isolierung im Zimmer einhalten. In dieser Zeit dürfen sie weder an den gemeinsamen Mahlzeiten noch an den gemeinsamen Aktivitäten teilnehmen.
Von einer Bestrafung der nicht geimpften Bewohner kann keine Rede sein. “Es wäre unmenschlich zu sagen: Du bist nicht geimpft, du bleibst in deinem Zimmer”, sagt die Ministerin Brigitte Bourguignon im Parisien. Ältere Menschen könnten z.B. zum Zeitpunkt der Impfung erkrankt sein und deshalb nicht geimpft worden sein.

87% der Bewohner von Ehpad erhielten eine erste Dosis des Impfstoffs und 62% haben bereits die beiden Dosen erhalten. Geimpfte, ältere Menschen sind nun weitgehend gegen das Coronavirus geschützt.

Familien können ihre Lieben nun wieder in den eigenen Zimmern besuchen. Die Plexiglaswände müssen entfernt werden. “Es ist vor allem eine Frage der Menschlichkeit. Es gibt viel Leid, das geht schon zu lange so”, räumte Brigitte Bourguignon am Set von “Talk le Figaro” ein. Diese Lockerungen, die in einem neuen Protokoll enthalten sind, hängen jedoch von der lokalen Covid-Situation und dem Fortschritt der Impfung ab. Die jeweilige Leitung eines Alters- und Pflegeheimes hat die Befugnis, diese Erleichterungen einzuschränken. Selbstverständlich bleibt die Einhaltung der Barrieremaßnahmen bestehen.

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