Covid-19: Die EU und AstraZeneca treffen sich vor Gericht

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Die Europäische Union und AstraZeneca stehen sich heute vor belgischen Gerichten gegenüber. Die EU-Mitgliedsstaaten werfen dem Unternehmen vor, seine Verpflichtungen bezüglich der Lieferung von Impfstoffen nicht erfüllt zu haben.

Die Europäische Union will nun AstraZeneca die Rechnung präsentieren. Im ersten Quartal sollte das anglo-schwedische Labor 120 Millionen Dosen Impfstoff an die Europäer liefern, aber nur 30 Millionen Dosen wurden tatsächlich geliefert. Im zweiten Quartal werden in der EU nur 70 Millionen Dosen ankommen, statt der geplanten 180 Millionen. Mit anderen Worten: Europa hat nur etwa 30% der bestellten Impfstoffe erhalten. Der abgeschlossene Vertrag unterliegt belgischem Recht, so dass die Angelegenheit jetzt vor einem Brüsseler Gericht verhandelt wird.

Die Europäer verlangen die Auslieferung der vertraglich zugesicherten Impfdosen unter Androhung von Geldstrafen. Zu seiner Verteidigung sagt der Hersteller, dass er “sein Bestes in angemessener Weise tut”. AstraZeneca wird nun alle Anstrengungen, die man in dieser Richtung unternommen hat, unter Beweis stellen müssen. Jetzt jedenfalls setzt die Europäische Union im Kampf gegen Covid-19 nicht mehr auf diesen Hersteller: Der Impfstoff wird von den Bürgern wegen sehr seltener Thrombosefälle gemieden. Brüssel hat inzwischen bereits beschlossen, den Auftrag für AstraZeneca-Impfstoffe nicht zu verlängern.


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