Covid-19-Impfstoffe: Produktionsbeschleunigung bereits im Gange

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Viele Länder, die mit ihren Covid-19-Impfkampagnen begonnen haben, sind bereits mit einem Mangel an Impfstoff konfrontiert. Für Frankreich, das bisher nur ein paar tausend Menschen geimpft hat, stellt sich die Frage noch nicht, aber die Gesundheitsbehörden versuchen, vorauszuplanen. Zwei neue Produktionsstätten für Impfstoffdosen werden 2021 ihre Produktion beginnen, und schon jetzt wurden die Ziele nach oben korrigiert.

Die Impfkampagne hat gerade erst begonnen und die Frage nach einer Erhöhung der Produktionsraten stellt sich bereits. In Deutschland (wo bisher mehr als 240.000 Menschen gegen Covid-19 geimpft wurden) und im Vereinigten Königreich (wo mehr als eine Million Menschen geimpft wurden) ist die mögliche Verknappung der Impfdosen ein Problem.

In Frankreich, wo bisher nur ein paar Tausend Menschen geimpft wurden, steht das Thema im Moment noch nicht auf der Tagesordnung. Bis zum 31. Dezember wurden bereits 520.000 Dosen des US-Impfstoffs Pfizer-BioNTech an sechs Logistikplattformen und 100 Gesundheitseinrichtungen in Frankreich geliefert, so die Generaldirektion für Gesundheit (DGS). Nicht weniger als 500.000 zusätzliche Dosen werden ab Januar jede Woche in den Vorrat aufgenommen. Heute könnten 1,26 Millionen Franzosen ohne Verzögerung geimpft werden.

Zwei neue Produktionsstandorte in Frankreich
Aber Frankreich will einen neuen Kurs setzen. In Frankreich bereiten sich zwei Standorte auf die Produktion von Impfstoffen aus den Laboren von Moderna und Pfizer-BioNTech vor. In Saint-Rémy-sur-Avre (Eure-et-Loir) soll das französische Delpharm-Werk im Jahr 2021 “mehrere zehn Millionen Dosen” Impfstoff produzieren. Der Produktionsstart ist für April geplant.

“Seit Anfang November, als wir den Vertrag unterschrieben haben, haben wir die künftig zu produzierenden Mengen bereits deutlich erhöht, und wir sind noch dabei, sie nach oben zu korrigieren”, sagt der Standortleiter Stéphane Lepeu in Le Parisien.

Für den von Moderna entwickelten Impfstoff wurde das Werk des schwedischen Konzerns Recipharm in Monts, unweit von Tours (Indre-et-Loire), für die Produktion der Dosen ausgewählt. Die Produktion soll noch im Januar beginnen, nachdem die Europäische Arzneimittelbehörde den Impfstoff am Mittwoch, 6. Dezember, validiert hat. Der Konzern, der noch keine Zahlen für die Produktion von Impfstoffen in Frankreich kommuniziert hat, will im Jahr 2021 zwischen 500 und 600 Millionen Dosen in seinen Fabriken produzieren.


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