Covid-19: Kalifornische Variante zum ersten Mal in Frankreich entdeckt

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Laut zweier neuer Studien englischer Forscher ist die sogenannte englische Variante nicht tödlicher, als der ursprüngliche Stamm.

Eine neue Variante von Covid-19 wurde zum ersten Mal auf französischem Boden identifiziert. Dieser Stamm wurde in diesem Winter zum ersten Mal in Kalifornien entdeckt.

Erst war da die englische Variante, dann die südafrikanisch und brasilianisch. Eine vierte Variante von Covid-19 wurde nun zum ersten Mal auch in Frankreich entdeckt. Dieses Mal kommt sie aus Kalifornien. Auf amerikanischem Boden wurde sie in diesem Winter von Forschern in Los Angeles identifiziert.

In Frankreich wurde diese Variante laut der Zeitung “Les Dernières nouvelles d’Alsace” Mitte Januar im Osten des Landes entdeckt. Sie wurde auch bei zwei Patienten identifiziert, die Anfang Februar in Saverne im Bas-Rhin ins Krankenhaus eingeliefert wurden.

Die Wissenschaftler sind nicht besonders beunruhigt über CAL.20C, so der Name dieser Variante. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass sie ansteckender oder gefährlicher ist, oder dass sie gegen Impfstoffe resistent ist. “Diese Variante ist nicht besonders besorgniserregend”, erklärt Professor Samira Fafi-Kremer, Leiterin des Virologie-Labors an den Straßburger Universitätskliniken, gegenüber Le Figaro. “Seine Mutation ist, wie bei den anderen Varianten, oberflächlich, da sie das Spike-Protein betrifft, gegen das die Impfstoffe wirksam bleiben. Sie fügt hinzu: “Wir sollten uns keine Sorgen um sie machen, sondern sie einfach als eine andere Variante von SarsCov-2 betrachten. Sie werden sehr leicht übertragen, sind aber nicht unbedingt ein Grund zur Sorge”.

Amerikanische Forscher geben in ihrer Arbeit an, dass die kalifornische Variante erstmals im Juli 2020 im Los Angeles County beobachtet wurde.

Englische Variante: Jetzt schon 36% der Covid-19-Fälle
Die englische Variante von Covid-19 ist in Frankreich weiter auf dem Vormarsch. Sie stellt in dieser Woche 36% der positiven Fälle dar, gegenüber 20 bis 25% in der letzten Woche, sagte Gesundheitsminister Olivier Véran in seinem Pressebriefing am Donnerstagabend. Das Vorhandensein der südafrikanischen und brasilianischen Variante wird mit etwa 5% bewertet.

Olivier Véran bestätigte während des Pressegesprächs, dass die Dauer der Isolierung aller Personen, die positiv – mit Covid-19 oder einer seiner Varianten – getestet wurden, ab Montag, dem 22. Februar, von sieben auf zehn Tage erhöht wird. Die Dauer der Isolierung bleibt auf sieben Tage für Kontaktfälle festgelegt.

Die zu Weihnachten entdeckte englische Variante
Die englische Variante war erstmals am 25. Dezember bei einem Einwohner von Tours, der wenige Tage zuvor aus England kam, in Frankreich nachgewiesen worden. Die südafrikanische Variante wurde zum ersten Mal in Frankreich am 31. Dezember bei einem Bewohner des Haut-Rhin identifiziert, der aus Südafrika zurückkehrte. Die brasilianische Variante trat Anfang Februar bei Patienten aus dem Var, Auvergne-Rhône-Alpes und der Réunion auf.


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