Covid-19: Sanofi könnte seinen Impfstoff nach positiven Phase-2-Ergebnissen bis Ende des Jahres auf den Markt bringen

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Covid-19: Sanofi unterstützt BioNTech bei der Produktion von 125 Millionen Impfstoffdosen

Nach Angaben des französischen Pharmaunternehmens zeigen die Ergebnisse der Phase 2, dass die Verabreichung des Impfstoffs die Produktion hoher Mengen an neutralisierenden Antikörpern bei Erwachsenen auf einem Niveau auslöste, das mit dem vergleichbar ist, das bei Personen beobachtet wurde, die sich von einer Sars-CoV-2-Infektion erholt hatten.

Er wird zwar verspätet ankommen… aber er wird ankommen. Nach einem Rückschlag, der eine mehrmonatige Verzögerung verursachte, ist Sanofi nun anscheinend auf dem richtigen Weg. Sein Impfstoffkandidat zeigt positive Ergebnisse in der Phase 2, so der Konzern in einer Pressemitteilung vom Montag, 17. Mai. Die Zwischenergebnisse dieser mit der britischen Firma GSK entwickelten Studie am Menschen zeigen, dass die Verabreichung dieses Impfstoffs “die Produktion hoher Konzentrationen neutralisierender Antikörper bei Erwachsenen aller Altersgruppen induzierte, und zwar auf einem Niveau, das mit dem vergleichbar ist, das bei Personen beobachtet wurde, die sich von einer Infektion mit Sars-CoV-2 erholt hatten”.

Eine Phase-3-Studie, die letzte Hürde vor einer möglichen Zulassung dieses Impfstoffs auf Proteinbasis, soll laut Sanofi in den kommenden Wochen beginnen. Parallel dazu soll die Produktion anlaufen, die Vermarktung soll bis Ende des Jahres möglich sein. Die Studie wird zwei Varianten des Impfstoffs untersuchen, speziell gegen den ursprünglichen Wuhan-Virus und die südafrikanische Variante, sagte das Unternehmen. In der Phase-2-Studie wurde der Impfstoff nur gegen das Wuhan-Virus getestet.

Im Einzelnen zeigen die Zwischenergebnisse eine Bildung von Antikörpern in 95% bis 100% der Fälle, nach Verabreichung einer zweiten Dosis, und zwar in allen Altersgruppen von 18 bis 95 Jahren.

Darüber hinaus erzeugte eine Einzeldosis des Impfstoffs bei Teilnehmern, die zuvor mit Covid-19 infiziert waren, hohe Mengen an neutralisierenden Antikörpern, was den “hohen potenziellen Wert der Entwicklung für eine Auffrischungsimpfung unterstreicht”, so Sanofi.

Sanofi entwickelt außerdem einen zweiten Impfstoff gemeinsam mit der US-Firma Translate Bio, der auf der neueren Boten-RNA-Technologie basiert (die auch von Pfizer/BioNTech und Moderna-Impfstoffen verwendet wird). Gleichzeitig hat der Konzern mit anderen Herstellern, etwa Pfizer, Johnson & Johnson und Moderna, Verträge abgeschlossen, um diese bei der Abfüllung ihrer Impfstoffe zu unterstützen.

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