Covid-19: Welche französischen Departements sind am meisten von der Delta-Variante betroffen?

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Die Delta-Variante wird in diesem Sommer der dominante Stamm des Coronavirus in Frankreich werden: Nach Angaben des Gesundheitsministers Olivier Véran ist bereits heute ein Drittel der positiv auf Covid-19 getesteten Personen mit dieser Variante infiziert. 

Die Delta-Variante “droht die Ferien zu verderben”: Die Prognosen von Gesundheitsminister Olivier Véran für die kommenden Wochen sind gelinde gesagt pessimistisch. Und möglicherweise hat er sogar recht: In der vergangenen Woche wurden in Frankreich durchschnittlich 2.048 neue Fälle von Covid-19 pro Tag registriert, ein Anstieg von 10% innerhalb einer Woche.

Es ist zweieinhalb Monate her, dass die Zahl der neu entdeckten Fälle von Woche zu Woche anstieg.

Dieses Wiederaufflammen der Ansteckungszahlen ist es, was die Gesundheitsbehörden befürchten. Die Ursache dafür ist die Delta-Variante, die im Lande immer mehr an Boden gewinnt. Bei einem Besuch in Villeneuve-la-Garenne (Hauts-de-Seine) an diesem Freitag erklärte der Gesundheitsminister, dass diese Variante, die noch ansteckender ist als die britische Variante, bereits heute ein Drittel der Ansteckungen mit Covid-19 in Frankreich ausmacht.

Die Gesundheitsbehörden haben ein wachsames Auge auf die Zahlen geworfen. Und die Zahlen, die die Forscher heute besonders interessieren, betreffen die L452R-Mutation. Die Delta-Variante ist der Hauptträger dieser Mutation. Nach Analysen von Santé Publique France liegt die Ansteckungsrate der L452R-Mutation bei 25,8% unter den bis zum 28. Juni untersuchten positiven Tests.

Santé Publique France hat auch eine territoriale Analyse durchgeführt.

Zwischen dem 23. und 29. Juni wurde die für die Delta-Variante charakteristische L452R-Mutation in nicht weniger als neun französischen Departements als dominant registriert. Im Departement Landes wurde diese Mutation in 83% der untersuchten Tests nachgewiesen. Ähnliches ist auch der Fall in der Somme (79,8%), Haute-Savoie (75%), Loir-et-Cher (76,9%), Jura (82,1%), Alpes-Maritimes (62,9%), Charente-Maritime (58,1%), Calvados (32,1%) und Hauts-de-Seine (57,6%)

Diese Daten sind jedoch mit Vorsicht zu genießen, und das aus gutem Grund: Nicht alle Covid-19-positiven Testergebnisse werden notwendigerweise gescreent, eine Technik, mit der man unter anderem feststellen kann, ob eine positiv auf Covid-19 getestete Person mit einer Variante kontaminiert wurde. So werden in einigen französischen Departements manchmal nicht mehr als 30 Screening-Tests pro Woche durchgeführt, was keine aussagekräftigen Ergebnisse zulässt.

Die Dunkelziffer liegt also wahrscheinlich wesentlich höher als die offiziellen Zahlen.


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