Die südafrikanische Variante zirkuliert immer stärker in der Region Paris, warnt Olivier Véran

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Gesundheitsminister Olivier Véran warnt vor Zuwachs neuer Varianten insbesondere in der Region Ile de France.

Bei einem Besuch der regionalen Gesundheitsagentur der Ile-de-France sagte der Gesundheitsminister Olivier Véran am Dienstag, dass die Verbreitung der südafrikanischen Variante in der Region Paris stark zugenommen hat und in wenigen Tagen von 6 auf 10% der Ansteckungen gestiegen ist.

Die so genannte südafrikanische Variante ist stark auf dem Vormarsch. Gesundheitsminister Olivier Véran wies am Dienstag, 27. April, darauf hin, dass sich diese Variante des Coronavirus Sars-CoV-2 in der Region Paris immer weiter ausbreitet.

“Wir haben einen Anstieg des Anteils der südafrikanischen Variante festgestellt, vor allem in den Pariser Vororten, die jetzt 10% der Infektionen ausmacht”, sagte er am Rande eines Besuchs im Krisenzentrum der regionalen Gesundheitsagentur der Île-de-France (ARS) in Saint-Denis (Seine-Saint-Denis).

Andererseits wurde in Frankreich bisher noch kein Fall einer Ansteckungen mit der als indisch bezeichneten Variante festgestellt, präzisierte er.

Minderheitsvarianten

Die Frage der Variantenzirkulation, der Olivier Véran seine Reise am Dienstag widmete, ist nach wie vor ein wichtiges Thema. So hat die Nationale Gewerkschaft der Airline-Piloten (SNPL) von Air France die nicht gegen Covid-19 geimpften Piloten des Unternehmens aufgefordert, Flüge nach Indien, Brasilien, Südafrika, Argentinien und Chile zu verweigern.

Die brasilianischen und südafrikanischen Varianten, die wegen ihrer größeren Ansteckungsfähigkeit gefürchtet sind und im Verdacht stehen, resistenter gegen Impfstoffe zu sein, sind in Frankreich noch eine sehr kleine Minderheit (4,2% der Ansteckungen), aber ihr Anteil ist in der Region Ile-de-France stark angestiegen, nämlich von 6% auf 9% innerhalb weniger Tage.

Hinsichtlich der Impfungen sollte Frankreich am Dienstag die symbolische Grenze von 20 Millionen Injektionen (erste und zweite Dosis zusammen) überschreiten, aber die Durchimpfungsrate bleibt unzureichend, um einen Ausweg aus der Gesundheitskrise in Betracht zu bedeuten: Am Montag hatten 27% der Bevölkerung eine erste Dosis des Impfstoffs erhalten, und 10,8% der Bevölkerung wurde mit zwei Dosen geimpft.

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