Emmanuel Macron: Frankreichs Energiezukunft basiert auch auf Kernkraft

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Der französische Präsident Emmanuel Macron spricht während eines Besuchs am 8. Dezember 2020 vor Mitarbeitern des französischen Kernreaktorherstellers Framatome in Le Creusot, Zentralfrankreich. (Foto: Laurent Cipriani / POOL / AFP)

Während eines Besuchs am Standort der Framatome-Gruppe in Le Creusot versicherte Emmanuel Macron am Dienstag, dass Frankreichs “energetische und ökologische Zukunft” weiterhin “auf der Kernkraft basieren” werde.

“Unsere energetische und ökologische Zukunft hängt von der Kernenergie ab”, sagte Emmanuel Macron am Dienstag, den 8. Dezember, bei einem Besuch am Standort der Framatome-Gruppe in Le Creusot.

“Kernkraft, der Eckpfeiler unserer Autonomie”.

“Die Kernenergie wird der Eckpfeiler unserer strategischen Autonomie bleiben”, sagte Emmmanuel Macron. “Vorausgesetzt, dass Fortschritte bei Abfall und Sicherheit erzielt werden, ist die Kernkraft eine kohlenstofffreie, sichere Energie”, die “eine Säule unseres Energiemixes” bleiben müsse, sagte er und forderte gleichzeitig “ein sehr hohes Niveau an erneuerbaren Energien”.

Obwohl Emmanuel Macron sagte, dass er “überhaupt nie ein Befürworter der Kernkraft war”, weil man nicht von einer einzigen Quelle abhängig sein dürfe, “muss das Atom auch in den kommenden Jahrzehnten eine Stütze sein”.

Gleichzeitig “muss die Produktion erneuerbarer Energien (…) stark ansteigen, denn Frankreich ist heute weder seinen Verpflichtungen noch seinen Ambitionen gewachsen”, fügte er hinzu, will doch Frankreich den Anteil der Kernenergie bis 2035 auf 50% reduzieren.

“Aber ein völliger oder zu schneller Ausstieg aus der Kernenergie würde eine Öffnung bedeuten, wie sie andere Länder mit Kohle- oder Gaskraftwerken oder durch den Import von Kohlenstoffenergie vollzogen haben. Und wir haben uns geweigert, das zu tun”, fügte er hinzu.

“Alle französischen Bürger werden in der Lage sein, eine informierte und transparente Wahl zu treffen. Die endgültige Entscheidung über den Bau neuer Reaktoren muss vorbereitet und spätestens 2023 getroffen werden, wenn Flamanville 3 in Betrieb genommen wird”, fügte der Staatschef hinzu.

Atomgetriebener Flugzeugträger

Während seines Besuchs am Standort des Kernreaktorherstellers Framatome kündigte Emmanuel Macron auch an, dass der künftige französische Flugzeugträger wie bisher auch die Charles-de-Gaulle atombetrieben sein werde, da er der Meinung sei, dass “unsere Energie und ökologische Zukunft von der Kernenergie abhängt”.

“Deshalb habe ich beschlossen, dass der zukünftige Flugzeugträger unserer Marine wie die Charles-de-Gaulle nuklear angetrieben  sein wird”, kündigte der Präsident an.


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