Indische Variante im Südwesten: Verdacht auf “etwa fünfzig Patienten” nach Angaben der Gesundheitsbehörde

160

Die indische Variante, jetzt genannt “Delta”-Variante, schreitet im Departement Landes immer weiter voran. Die lokale Gesundheitsbehörde ARS meldet bei etwa fünfzig Patienten einen Verdacht auf diese Variante. Ein besorgniserregender Verlauf, insbesondere weil die Variante gegen bestimmte Impfstoffe möglicherweise teilweise resistent sein könnte.

Die von der Regierung als besorgniserregend eingestufte Progression der indischen Variante von Covid-19 setzt sich im Departement Landes weiter fort. “Wir haben einen Verdacht auf die Variante Delta bei etwa fünfzig Patienten”, erklärte an diesem Montag, 7. Juni, Benoît Elleboode, Generaldirektor der Regionalen Gesundheitsagentur (ARS) Neu-Aquitaine und Arzt für öffentliche Gesundheit gegenüber France Info.

Benoît Elleboode erklärt, dass zwei Fälle “sequenziert und definitiv als Variante Delta identifiziert worden sind”, die Sequenzierung für die fünfzig Verdachtsfälle wird für Anfang dieser Woche erwartet. Aber es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei den Ansteckungen tatsächlich um die Variante Delta handelt. Der Amtsarzt skizzierte auch das Profil der Patienten, die von der indischen Variante betroffen sind: Es handelt sich eher um junge Leute, die noch nicht geimpft wurden. Sie haben keine schwere Form der Erkrankung, sind nicht im Krankenhaus und haben daher im Moment keine Auswirkungen auf die Auslastung der Krankenhäuser.

Eine Gefahr für die Lockerungen in Frankreich?
Benoît Elleboode erklärt weiterhin, dass trotz dieser leichten Erkrankungen die Situation besorgniserregend bleibt, denn die Delta-Variante habe eine um 40% höhere Ansteckungsrate als die der sogenannten britischen Variante. Es werde ein spezifischer Aktionsplan erstellt, um die Epidemie entsprechend zu überwachen und einzudämmen.

Während diese Variante in Großbritannien die Lockerungen zu stoppen droht, ist Benoît Elleboode für Frankreich etwas beruhigter: “Großbritannien hatte sich entschieden, die gesamte Bevölkerung ohne Priorität zu impfen. In Frankreich dagegen wurden die empfindlichen und gefährdeten Menschen massiv und vorrangig geimpft, so können wir eine höhere Inzidenzrate vertragen als andere Länder, weil unsere gefährdeten Menschen geschützt sind und wir somit unsere Krankenhäuser vor einer Sättigung schützen”. Der Direktor der ARS von Nouvelle Aquitaine bleibt jedoch vorsichtig: “Wenn es aus irgendeinem Grund eine starke Verschiebung geben sollte, dann müssten wir die Dinge überprüfen.”


Du möchtest immer die neuesten Nachrichten aus Frankreich?
Abonniere doch unseren Newsletter!





Ein exklusives Angebot für unsere Leser.
Weil du es uns wert bist!

Tipp der Redaktion