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Der französische Staatschef kündigte am Donnerstag außerdem an, dass Frankreich seine humanitäre Hilfe für Zivilisten im Gazastreifen von 20 Millionen auf 100 Millionen Euro erhöhen werde.

Emmanuel Macron forderte am Donnerstag, 9. November, bei der Eröffnung der humanitären Gaza-Konferenz in Paris in ungewohnt klaren Worten „einen Waffenstillstand“. Es ist das erste Mal seit Beginn der Militäroperation Israels in der palästinensischen Enklave, dass der französische Präsident so direkt zu einer Einstellung aller Feindseligkeiten aufruft.



„In der unmittelbaren Zukunft müssen wir am Schutz der Zivilbevölkerung arbeiten. Dazu bedarf es einer sehr schnellen humanitären Pause“, sagte Emmanuel Macron in Paris. „Die Zivilisten müssen geschützt werden, das ist nicht verhandelbar, das ist eine unmittelbare Notwendigkeit“ und „eine Voraussetzung für die Wirksamkeit unseres Kampfes gegen die Terroristen“, betonte Macron in seiner Rede.

Der Präsident bekräftigte jedoch auch, dass Israel „das Recht auf Selbstverteidigung und die Pflicht, die eigenen Leute zu schützen“ habe. Die israelische Regierung habe jedoch auch eine „eminente Verantwortung (…), das Recht zu achten und Zivilisten zu schützen“, so Macron.

Darüber hinaus forderte der französische Staatschef „alle anwesenden Länder auf, ihren finanziellen Beitrag zur Unterstützung der palästinensischen Zivilbevölkerung über die Vereinten Nationen zu erhöhen“. Frankreich wird seinerseits seine humanitäre Hilfe für die Bevölkerung im Gazastreifen deutlich erhöhen. Sie wird von 20 Millionen auf 100 Millionen Euro für das Jahr 2023 heraufgesetzt.


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