Tod von Jean-Paul Belmondo: Die internationale Presse würdigt den grossen “Bébel”

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Jean-Paul Belmondo mit seinem Freund und Kollegen Alain Delon.

Der Tod von Jean-Paul Belmondo im Alter von 88 Jahren hat nicht nur ganz Frankreich erschüttert, die Trauer geht auch weit über das Hexagon hinaus. Der Schauspieler prägte die gesamte Filmwelt. Die ausländische Presse zollte ihm nun Anerkennung für sein Lebenswerk.

Ein Gesicht, das auf seine eigene Art “superschön, grob, erdig, sexy und echt” war. Seine Nase war von seiner Amateurboxkarriere geprägt und seine Lippen waren voll und schlecht geformt. Diese Beschreibung stammt von Journalisten des Guardian am Dienstag, dem 7. September, dem Tag nach dem Tod von Jean-Paul Belmondo. Auch die Briten trauern um “diesen Schauspieler mit dem Gesicht eines Boxers”, der es verstand, “Verbrechen sexy zu machen”. Erste Ehrungen in Frankreich und überall auf der Welt nach dem Tod von “Bébel” zeichnen die Veröffentlichungen der internationalen Medien.

Funkelnde Augen und ein spöttisches Lächeln: Adjektive, die den als “le Magnifique” bezeichneten Künstler charakterisieren.

Auf der anderen Seite des Ärmelkanals hebt die Presse die gewisse “französische Lässigkeit” des “Bébel” hervor, so der Hollywood Reporter. Die spanische Tageszeitung El País bezeichnet Belmondo als “eine Ikone der Moderne, die die Neue Welle mittrug und mit großen Filmemachern wie Godard, Truffaut und Chabrol drehte”.

In England trauert die BBC um eine Ikone, die “die Fantasie der französischen Jugend in den 1960er Jahren beflügelte”. “Niemand hat dem Verbrechen mehr Sexappeal verliehen”, schreibt die Tageszeitung, die auch auf die Theaterkarriere des Schauspielers zurückblickt.

Es ist unmöglich zu wissen, wie oft Hollywood versucht hat, das Talent des “Asses der Asse” in die USA zu locken. Die New York Times lobte ihn als “magnetischen Star” und seine Fähigkeit, “schwierige und entfremdete Charaktere” zu spielen. Die Zeitung stellte ihn in eine Reihe mit Marlon Brandon und James Dean.

Auf der anderen Seite der Alpen würdigt Italien in Belmondo den “großartigen Verführer”, einen Mann, der “sieben Leben” gelebt hat, der “flink wie eine Katze im Leben und am Set” ist. In Belgien vermissen sie einen Verführer und ein “schwarzes Schaf”, das an der Seite “der schönsten Schauspielerinnen, von Catherine Deneuve bis Sophia Loren, Claudia Cardinale und Françoise Dorléac” spielte.


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