Wird es in Frankreich bald einen Mindestverkaufspreis für Alkohol geben?

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Das Nationale Institut für Gesundheit und medizinische Forschung (Inserm) schlägt nach dreijähriger Arbeit vor, Alkohol stärker zu besteuern, um den Konsum zu reduzieren.

Nach drei Jahren Arbeit stellte das Nationale Institut für Gesundheit und medizinische Forschung (Inserm) am Freitag eine Studie vor, die die immer größer werdenden Risiken im Zusammenhang mit dem Konsum von Alkohol aufzeigt und für eine neue Steuer zur Suchtprävention plädiert, berichtet der Sender RMC.

41.000 Todesfälle pro Jahr aufgrund von Alkohol
In diesem Bericht zeigten Forscher und Kliniker, dass 43 Millionen Franzosen Alkohol trinken, von denen 30% gelegentliche oder chronische Gesundheitsrisiken aufweisen. Außerdem verursacht Alkohol jedes Jahr 41.000 Todesfälle und kostet die Gesellschaft 118 Milliarden Euro pro Jahr. Die Studie kommt auch zu dem Schluss, dass jeder vierte Franzose einen gefährlich hohen Konsum an alkoholischen getränken habe. Ein Drittel der Männer zwischen 18 und 35 Jahren trinken zu viel.

Inserm schlägt daher vor, einen Mindestverkaufspreis für Alkohol einzuführen, um den Konsum vor allem bei den Jüngsten einzuschränken. Wie man das auch bei Zigaretten getan hat.

Es sei daran erinnert, dass Alkohol in normalen Zeiten in Frankreich die häufigste Ursache für einen Krankenhausaufenthalt ist.

Die Franzosen trinken im Durchschnitt drei Gläser pro Tag. es steht nun die Frage im Raum, ob eine Steuer eine Rolle bei der Reduzierung des Konsums spielen könnte? Nichts ist in Frankreich weniger sicher.


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