Gesundheitsminister Olivier Vèran: Update zur Corona-Situation

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Gesundheitsminister Olivier Véran hält heute Abend wieder eine Pressekonferenz zur Corona-Situation ab. Es werden weitere Maßnahmen gegen die Epidemie erwartet.

Olivier Vèran gibt einen Update zur derzeitigen Situation der Corona-Gesundheitskrise in Frankreich und berichtet über den Fortschritt der Impfkampagne.

Fast auf den Tag genau ein Jahr nach der Ankündigung des ersten Lockdowns, wie ist die epidemische Situation in Frankreich heute? Der Gesundheitsminister, Olivier Véran, leitet am Donnerstag, 11. März, um 18 Uhr die wöchentliche Pressekonferenz der Regierung zur anhaltenden Krise. Verfolgen Sie seine Rede auch in unserem Live-News-Flash.

Olivier Vèran: “Covid-Patienten belegen derzeit 80% der Kapazität unserer französischen Intensivstationen. Es ist zu erwarten, dass der Druck in den kommenden Wochen weiter zunehmen wird.”

“Die Situation in der Ile-de-France ist für uns besonders besorgniserregend. Unsere Sorge gilt insbesondere den Intensivstationen. Alle 12 Minuten, Tag und Nacht, wird ein Bürger der Ile-de-France auf die Intensivstation eingeliefert.

“Die Mobilisierung des Gesundheitssystems ist total. Das wird in den kommenden Wochen noch weiter der Fall sein, da der Druck auf die Krankenhäuser weiter zunehmen wird.”

Die Varianten sind ansteckender als das klassische Covid-19 und verdrängen es nach und nach. Die Varianten sind nicht nur ansteckender, sie sind auch gefährlicher. Sie sind inzwischen für mehr als zwei Drittel der Ansteckungen in Frankreich verantwortlich.”

Olivier Vèran: “Mit Stand von heute Abend sind hier die Zahlen für die Impfung in unserem Land. 4.540.000 Franzosen haben eine erste Injektion erhalten.”

“Ich habe die Nationale Agentur für die Sicherheit von Arzneimitteln befragt. Laut ihr gibt es keinen Grund, die Impfung durch AstraZeneca auszusetzen.”

“Wir gehen nun schon seit einem Jahr gemeinsam durch diese Pandemie. (…) Gemeinsam haben wir von Anfang an durchgehalten, gemeinsam werden wir Erfolg haben.”

Der Gesundheitsminister wies auch darauf hin, dass in den letzten 24 Stunden in Frankreich 286.000 Menschen geimpft wurden, ein “Rekord”, wie er sagt.

Der Gesundheitsminister wird zu den beobachteten Nebenwirkungen nach einer AstraZeneca-Impfung befragt.
“Die Generaldirektorin der ANSM hat mir gesagt, dass es laufende Untersuchungen zu den Berichten gibt, aber zu diesem Zeitpunkt gibt es keinen nachgewiesenen Zusammenhang mit der Impfung.”

Und nein, Olivier Véran hat nicht von neuen Lockdown-Maßnahmen gesprochen. Allerdings sagte er: “Wenn die Epidemie auf diesem Niveau und in diesem Tempo weitergeht (…), dann werden wir alle notwendigen Maßnahmen ergreifen”, um die Ansteckungen einzudämmen.

Hier ist, was wir man sich von der Pressekonferenz des Gesundheitsministers merken sollte:

  • Die Situation sei “angespannt und besorgniserregend”, aber sie bleibe von Region zu Region sehr heterogen, sagte Olivier Véran. In drei Regionen konzentrieren sich weiterhin die höchsten Ansteckungszahlen: Hauts-de-France, Ile de France und PACA.
  • Die Gesundheitsbehörden bereiten sich darauf vor, “Dutzende, ja Hunderte” von Patienten aus der Ile-de-France in andere Regionen zu verlegen.
  • Es gibt “keinen Grund, die Injektionen des Impfstoffs von AstraZeneca in Frankreich auszusetzen”, sagte der Gesundheitsminister, im Gegensatz zu dem, was drei Länder als Vorsichtsmaßnahme beschlossen haben, während sie mögliche unerwünschte Wirkungen prüfen.
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