Pressekonferenz des Gesundheitsministers Olivier Véran zur aktuellen Situation

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Die Donnerstage folgen aufeinander und sind sich ähnlich. Der Gesundheitsminister, Olivier Véran, wird auch am heutigen Donnerstag, dem 25. März um 18 Uhr eine Pressekonferenz zur Covid-19-Epidemie abhalten.

Der Gesundheitsminister beginnt die Pressekonferenz mit diesen Worten: “Mehr als 45.000 Franzosen sind in den letzten 24 Stunden mit dem Coronavirus diagnostiziert worden (…). Am besorgniserregendsten ist die Situation in der Ile-de-France, Hauts-de-France und Provence-Alpes-Côte d’Azur.”

Die Nièvre, die Rhône und die Aube gesellen sich zu den 16 Departements “mit verstärkten Bremsmaßnahmen”, kündigt Olivier Véran an.

Es ist offiziell: Die Departements Rhone, Nièvre und Aube gehören nun auch zu den Departements, die einem Lockdown und dem Verbot, sich über 10 km hinaus zu bewegen, sofern keine Ausnahmegenehmigung vorliegt, unterworfen sind, kündigt Olivier Véran an. In diesen drei Departements “erreicht der Seuchendruck ein alarmierendes Niveau, der sanitäre Druck auf die Krankenhäuser und die Hausärzte ist stark spürbar, die Dynamik ist groß”, begründete der Gesundheitsminister diese Entscheidung.

Olivier Véran rechtfertigt die Maßnahme, die Versammlungen von mehr als sechs Personen auf der öffentlichen Straße verbietet.

“Auch wenn das Risiko geringer ist, wenn man mit 15 Leuten draußen ist, wird man unweigerlich unvorsichtig (…), lässt die Maske fallen und erhöht das Risiko, sich anzustecken.”

Olivier Véran spricht über die Entscheidung, die Schulen trotz der gesundheitlichen Situation offen zu halten.

“Die Schließung von Schulen ist der letzte Ausweg, weil sie sehr ernste Konsequenzen hat (…), auch wenn wir nicht leugnen, dass das Virus in die Schule und von der Schule in die Familien übertragen werden kann.”

“Ein Ziel ist es, in der Region Ile-de-France eine Zahl von 2.250 Intensivbetten für Patienten mit Covid-19 bereit zu stellen”, erklärt Olivier Véran. In der Region sind bereits mehr als 1.400 Betten mit Covid-Patienten belegt. Um diese Bettenzahl zu erreichen, “sind zwischen 35 und 40% der geplanten medizinischen Eingriffe verschoben worden, und letztendlich werden wahrscheinlich 80% der Eingriffe verschoben werden müssen.”

“Der ohnehin schon hohe Druck in den Krankenhäusern wird in den kommenden Tagen weiter steigen (…). Wie viele Intensivärzte bezeugen, verändert sich das Profil dieser Patienten: jünger und manchmal ohne Vorerkrankungen.”

“Es gibt nicht den einen Lockdown, es gibt fünfzig Abstufungen von Maßnahmen, die die Situation der Epidemie und das, was wir über das Virus wissen, berücksichtigen. Die Situation entwickelt sich, weil das Virus nicht immer gleich schnell zirkuliert, weil Varianten aufgetaucht sind, weil die Impfung das Spiel verändert.”

Olivier Véran erinnert daran, dass die Impfung ab Samstag für alle über 70-jährigen offen ist, die dann die Wahl haben, zu einem Impfzentrum, einem Arzt oder einer Apotheke zu gehen. Der Minister spricht aber auch die über 75-Jährigen an, die noch keinen Impfstoff erhalten haben. Eine Kampagne mit “systematischen” Telefonanrufen wird von der Krankenkasse ins Leben gerufen und 3.000 Personen werden dafür mobilisiert.

Wird Frankreich genug Fachpersonal haben, um die Bevölkerung zu impfen? Krankenschwestern werden nun in der Lage sein, Impfungen zu verschreiben, kündigt Olivier Véran an, und sie nicht mehr einfach nur durchführen. Darüber hinaus ruft der Minister Studenten und junge Rentner aus den Gesundheitsberufen auf, sich an der Impfkampagne zu beteiligen. “Wir werden es schaffen, wir werden es schaffen.”

Bis Mitte April sollen 10 Millionen Franzosen geimpft sein. Zu diesem Zeitpunkt nennt Olivier Véran noch kein Datum für den Start der Kampagne, für die Impfung der Polizei oder der Lehrer. Man wird wahrscheinlich schnell eine zufriedenstellende Durchimpfungsrate in den genannten Berufsgruppen erreichen, hofft der Minister.

Nun sind in 19 Departements überregionale Reisen verboten, außer aus zwingenden oder beruflichen Gründen, nur lebenswichtige Geschäfte bleiben geöffnet, auch Kindergärten und Grundschulen sowie weiterführende Schulen bleiben geöffnet. Die Gymnasien arbeiten mit Halbklassen.

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